Hamburg will Aufschwung in Hoffenheim fortsetzen

Der Hamburger SV hat im Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) die Gelegenheit, sich mit einem Sieg in Schlagdistanz zum Relegationsplatz zu bringen. Die Kraichgauer wiederum befinden sich mitten im Kampf um die internationalen Plätze.

Die TSG belegt aktuell den siebten Tabellenrang, der zur Teilnahme an der Qualifikationsrunde für die Europa League berechtigen würde. Dass sich die Hoffenheimer aber gerne direkt für Europa qualifizieren würden, betonte Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Donnerstag: „Wenn wir noch in die Quali müssen, dann hätten wir bis zur Winterpause 32 Spiele. Dann kann sich mein Video-Analyst von seiner Freundin trennen und hier schlafen.“ Mit einem Sieg über den HSV könnten die Baden-Württemberger punktemäßig zu RB Leipzig und Eintracht Frankfurt aufschließen und dank des besseren Torverhältnisses sogar an den beiden Konkurrenten vorbeiziehen. Hoffenheim hat in den letzten Wochen einen Lauf. Die Süddeutschen sind seit sechs Partien ungeschlagen und holten dabei zwölf Punkte. Nagelsmann wird gegen die „Rothosen“ auf Dennis Geiger (Oberschenkelverletzung) und Mark Uth (Gelbsperre) verzichten müssen.

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Der HSV konnte am vergangenen Samstag beim 3:2-Erfolg gegen den FC Schalke 04 den ersten Bundesliga-Sieg seit Ende November feiern. 15 Partien waren die Norddeutschen zuvor ohne Erfolgserlebnis geblieben. Die Tatsache, dass die Mannschaft doch noch gewinnen kann, und vor allem die Art und Weise wie sie gegen die Königsblauen auftrat, ließ in Hamburg wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt aufkommen. „Der Sieg gegen Schalke hat uns mehr Glauben und Selbstvertrauen gegeben. Das steigert die spielerische Qualität“, sagte Trainer Christian Titz. Außerdem steigert es die Chancen auf einen Verbleib in der Bundesliga. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang. Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos wird gelb-gesperrt nicht mitwirken können.

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Akpoguma, Vogt, Hübner – Kadeřábek, Schulz – Grillitsch – Demirbay, Rupp – Kramarić, Gnabry

Hamburger SV: Pollersbeck – Sakai, Jung, van Drongelen, Douglas Santos – Steinmann – Kostić, Holtby, Waldschmidt, Itō – Hunt

Beide Vereine sind momentan nicht so platziert, wie sie es gerne wären. Der Unterschied ist, dass die TSG 1899 Hoffenheim um die direkte Qualifikation zur Europa League kämpft und der Hamburger SV ums nackte Überleben in der Bundesliga. Dementsprechend stehen die Norddeutschen vor der Partie deutlich stärker unter Druck als die Kraichgauer.