Hannover ist Favorit im Niedersachsen-Derby

Hannover 96 empfängt am Sonntagabend (18 Uhr) den VfL Wolfsburg zum Niedersachsen-Derby. Während die „Roten“ auf Rang zehn im gesicherten Mittelfeld rangieren, müssen die „Wölfe“ aufpassen, nicht noch tiefer in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden.

Vor dem 20. Spieltag ist der Aufsteiger aus Hannover die Nummer eins im Norden Deutschlands. Sieben Punkte liegen die 96er vor dem kommenden Gegner aus Wolfsburg. Die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter konnte zuletzt zwar nicht ganz an die starken Leistungen und Ergebnisse der ersten zehn Spieltage anknüpfen, steht in der Tabelle aber immer noch sehr respektabel da. Der Start in die Rückrunde ist gelungen. Gegen den 1. FSV Mainz 05 gewannen die Hannoveraner mit 3:2, in Gelsenkirchen holten sie einen Punkt beim 1:1. Und genauso will Breitenreiter sein Team weiterhin auftreten sehen. Der 44-Jährige ermahnte seine Profis auf der Pressekonferenz, nicht nachzulassen und weiter gierig zu sein. Grund für diese Anmerkung war auch der lässige Auftritt seiner Spieler im Training am Freitag. Personell kann Breitenreiter nahezu aus dem Vollen schöpfen. Neben den langzeitverletzten Spielern wird lediglich Julian Korb gelbgesperrt fehlen.

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Der VfL Wolfsburg kam schwach aus der Winterpause. Dem 0:0 beim BVB folgte eine 1:3-Pleite gegen Eintracht Frankfurt. Gerade einmal vier Punkte trennen die Autostädter noch vom SV Werder Bremen auf dem Relegationsplatz. Und die Statistik spricht vor dem Auswärtsspiel in Hannover nicht gerade für den VfL. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom 26. August. Seither gab es für die Wolfsburger in acht aufeinanderfolgenden Partien auf fremdem Terrain keinen Dreier. In den letzten drei Auswärtsspielen konnten die „Wölfe“ nicht mal einen Treffer erzielen. Felix Uduokhai (Kniereizung) wird definitiv fehlen, Divock Origi ist krankheitsbedingt ebenso fraglich wie Kaylen Hinds und William. Josuha Guilavogui und Nany Landry Dimata sind dagegen gesperrt.

Hannover 96: Tschauner – Sorg, Sané, Anton – Hübner, Ostrzolek – Schwegler, Fossum – Klaus, Bebou – Füllkrug

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Knoche, Bruma, Tisserand – Gerhardt, Arnold – Steffen, Didavi, Malli – Origi

Der Aufsteiger aus Hannover ist vor heimischem Publikum Favorit. 96 tritt in der bisherigen Saison sehr stabil auf. Um die Negativserie auf fremdem Platz zu beenden, müssten die Wolfsburger mal wieder ihre vorhandenen Offensivqualitäten in die Waagschale werfen. Ansonsten könnten die Abstiegsränge wieder näher rücken.