Hannover ohne Mühe gegen biederes Freiburg

Die Serie des SC Freiburg hat ein Ende gefunden: Nach zuvor neun Bundesliga-Spielen in Serie ohne Niederlage haben die Breisgauer am Samstagnachmittag ein 1:2 (0:1) bei Hannover 96 kassiert. Die Niedersachsen dürfen dank des Dreiers weiter auf die Europapokal-Plätze schielen.

Jeweils einen Wechsel im Vergleich zu den jüngsten Partien hatten die beiden Trainer vorgenommen. Während SC-Coach Christian Streich Marc-Oliver Kempf für den gelb-gesperrten Janik Haberer in die Startelf beorderte, brachte sein Gegenüber André Breitenreiter Oliver Sorg für Pirmin Schwegler.

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Viel zu bieten hatte das Duell zunächst nicht. Freiburg setzte, wie schon zuletzt beim 0:0 gegen Leverkusen, auf eine stabile Defensive. Hannover dagegen durfte die Initiative übernehmen, tat sich mit kompakt stehenden Gästen aber schwer. Mehr als Distanzschüsse von Niclas Füllkrug (12.) und Matthias Ostrzolek (20.) boten die Niedersachsen zunächst nicht an. Beide Male war SC-Keeper Alexander Schwolow zur Stelle. Auf der Gegenseite vereitelte Philipp Tschauner eine Doppelchance von Tim Kleindienst und Lucas Höler (22.).

Anton legt vor, Klaus legt nach

Chancenarm ging es weiter, ein Tor aber fiel dennoch: Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr der Freiburger Defensive besorgte Waldemar Anton das 1:0 für Hannover (28.). Die Hausherren behielten anschließend Oberwasser, brannten aber offensiv kein Feuerwerk ab. Freiburg dagegen blieb völlig passiv. Als Schiedsrichter Manuel Gräfe schließlich zur Pause pfiff, dürfte das Gros der Zuschauer erleichtert gewesen sein.

Angesichts des dünnen Auftritts seiner Mannschaft nahm Streich zur zweiten Halbzeit den ersten Wechsel vor. Für Kempf kam Florian Kath. Und tatsächlich präsentierten sich die Gäste etwas gefälliger, kassierten aber prompt einen Nackenschlag. Einen Konter über Ihlas Bebou vollendete Felix Klaus zum 2:0 (49.). Streich nahm daher gleich die nächste Veränderung vor, Marco Terrazzino ersetzte Kleindienst (63.). Alles oder nichts lautete nun logischerweise das Motto der Gäste.

Freiburg bleibt blass

Hannover ließ es anschließend etwas langsamer angehen und setzte auf die starke Defensive um Salif Sané. Mehr Ballbesitz erspielte sich Freiburg anschließend, weiterhin allerdings fehlte es an der Durchschlagskraft. Torchancen nämlich waren nach wie vor Hannover vorbehalten: Klaus hätte die Partie aus spitzem Winkel endgültig entscheiden können, Schwolow allerdings parierte (67.).

Die Niedersachsen mussten in der Schlussphase nicht mehr, Freiburg konnte offenbar nicht. Die sonst so gefährliche Offensive um Petersen nämlich war völlig abgemeldet. Für kleinere Aufreger sorgten dagegen zumindest noch die Niedersachsen. Auch Füllkrug scheiterte allerdings an Schwolow (82.). Der Anschlusstreffer der Gäste durch Manuel Gulde (88.) kam schließlich zu spät, wenig später pfiff Referee Gräfe ab. Dank des Dreiers darf Hannover weiterhin auf die Europapokal-Plätze schielen. Freiburg dagegen hat weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.