Hasenhüttl mit Wunschliste gegen die Bayern

Am Sonntag (18 Uhr) erwartet Vizemeister RB Leipzig den FC Bayern München zum Spitzenspiel der Bundesliga. RB-Coach Ralph Hasenhüttl hofft, die Euphorie aus dem Viertefinal-Einzug in der Europa League in diese Partie übertragen zu können – und hat vier Wünsche.

„Ich freue mich riesig, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Wir haben damit ein neues Kapitel in der Geschichte des Vereins aufgeschlagen. Es sind in der Europa League nur noch acht Mannschaften übrig – und wir sind eine davon. Darauf können wir stolz sein“, erklärte Hasenhüttl auf der Pressekonferenz am Freitag nach dem Unentschieden in St. Petersburg vom Vortag, welches den Einzug ins Europa League-Viertelfinale bedeutete. „Wir leisten nicht nur für den deutschen Fußball einen enormen Beitrag, sondern auch für die Reputation unseres Vereins auf internationaler Ebene.“

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Kurz vor der Pressekonferenz war Leipzigs nächster Gegner in der Europa League ausgelost worden. Die „Roten Bullen“ treffen in der Runde der letzten Acht auf Olympique Marseille. „Marseille ist ein spannender Gegner und für uns eine weitere Chance weiterzukommen. Wir sind international auch kein unbeschriebenes Blatt mehr“, sagte Hasenhüttl über die Auslosung. Zudem freute er sich für die Fans, „dass wir wieder ein interessantes Team in unserem Stadion empfangen können“.

Vier Wünsche für Sonntag

Zunächst muss sich RB aber auf das Heimspiel gegen den FC Bayern konzentrieren. „Ich habe für Sonntagabend vier Wünsche: In Gleichzahl das Spiel zu beenden, kein Gegentor kassieren, selber einen Treffer erzielen und der vierte Wunsch ist, dass danach sofort abgepfiffen wird“, sagte Hasenhüttl. Spiele gegen den Rekordmeister seien „immer ein Highlight“. Der Österreicher betonte, dass er und sein Team sich „etwas zurechtlegen, mit dem wir die Bayern ärgern können“. Grundsätzlich sei es gegen einen Gegner dieser Güteklasse viel einfacher, die Mannschaft entsprechend zu motivieren. „Es ist kein Zufall, dass niemand in der Liga ihr Tempo mithalten kann. Ich wünsche mir, dass wir am Sonntag zeigen, was wir können“, erklärte Hasenhüttl seinen Respekt vor dem kommenden Gegner.

Ob Marcel Sabitzer am Sonntag auflaufen kann, ist noch fraglich. Der Österreicher verpasste schon die Partie in Russland aufgrund von Rückenproblemen. Emil Forsberg ist dagegen einsatzbereit. Der schwedische Mittelfeldspieler hatte gegen Zenit einen Schlag auf den Kopf bekommen und war kurzzeitig benommen. Er hat aber keine Beschwerden mehr und kann gegen die Bayern mitwirken.