Hasenhüttl: „Unterm Strich zu wenig“

RB Leipzig kommt nicht richtig in Fahrt: Gegen den Hamburger SV konnten die Sachsen beim 1:1 am Samstag erneut nicht gewinnen. Spieler und Trainer sahen in der ersten Hälfte einen guten Auftritt der Mannschaft. Hauptkritikpunkt war die Passivität über weite Strecken des zweiten Durchgangs.

„Wir haben nach dem 1:0 eigentlich nichts zugelassen und hätten schnell das 2:0 nachlegen müssen, dann wäre das Spiel sicher in eine ganz andere Richtung verlaufen. So haben wir den Gegner zurückkommen und Mut schöpfen lassen“, sagte Mittelfeldspieler Kevin Kampl. RB war durch Bruma bereits nach zehn Minuten in Führung gegangen, ehe Filip Kostić nach einer guten halben Stunde etwas überraschend zum 1:1 ausglich. Kampl lobte den Gegner, der „vor allem in der zweiten Halbzeit sehr gut verteidigt“ habe. Er bemängelte, dass die Sachsen es nicht schaffen, nach einer Führung nachzulegen. „Daran müssen wir arbeiten, wenn wir eine Top-Mannschaft werden wollen“, betonte Kampl.

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In diese Kerbe schlug auch Coach Ralph Hasenhüttl. Der Österreicher attestierte seiner Mannschaft zwar „Moral“, äußerte jedoch Kritik am Auftreten nach dem Wiederanpfiff. „In der zweiten Hälfte wollten wir das Tempo deutlich erhöhen, das ist uns gegen den tiefstehenden Gegner nicht gelungen. Wir waren nicht zwingend genug, haben viele Entscheidungen nicht richtig getroffen und uns zu wenige Chancen erarbeitet. Unterm Strich war das zu wenig heute“, resümierte Hasenhüttl. Willi Orban erklärte, es sei der Anspruch Leipzigs, „bessere Lösungen zu finden und uns Möglichkeiten zu erarbeiten“. Nach der vergebenen Großchance zum 2:0 sei „die Leichtigkeit verloren“ gegangen.