Hasenhüttls Irrtum bleibt folgenlos

Vizemeister RB Leipzig musste beim 3:2-Sieg bei Hannover 96 bis zum Schluss zittern. Sogar Coach Ralph Hasenhüttl räumte seine letztlich aber folgenlose Fehleinschätzung ein.

„Nach dem 3:1 für uns dachte ich: Wir sind durch. Ein großer Irrtum“, erklärte der Österreicher nach Schlusspfiff. Denn ohne die Nachlässigkeiten der Gäste wäre der Sieg der Sachsen niemals mehr in Gefahr geraten. Gut lief es für RB mehr als eine Stunde lang. Wahrscheinlich zu gut, wie der eingewechselte Torschütze Yussuf Poulsen, der in der 76. Minute traf, freimütig bekannte: „Wir waren ein bisschen zu leichtsinnig und glaubten, es geht einfach so weiter.“

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So aber dürfen die Leipziger weiter von einer erneuten Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb träumen, und Hasenhüttl dürfte dann wie bisher auf der Trainerbank sitzen. Ohnehin läuft der Vertrag des Österreichers bis 2019, und eine Verlängerung scheint immer näher zu rücken. „Wenn wir uns das nicht vorstellen könnten, bräuchten wir uns auch nicht zusammenzusetzen. Aber alles braucht seine Zeit“, sagte Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick und ergänzte später im MDR: „Es gibt für den Trainer keine Anfragen, und es braucht auch niemand nachzufragen.“ Ähnlich äußerte sich Oliver Mintzlaff bei Sky. „Wir haben ein gutes Gespräch mit dem Coach geführt. Wir sind tiefenentspannt und werden die Gespräche fortsetzen“, sagte der RB-Geschäftsführer.

(sid)