Hecking: „Der letzte Glaube war nicht mehr da“

Verantwortliche wie Spieler von Borussia Mönchengladbach zeigten sich nach der 1:2-Niederlage beim Hamburger SV enttäuscht ob der verpassten Qualifikation für die Europa League. Gleichzeitig lobten sie aber auch den erstmals abgestiegenen HSV für dessen couragierten Auftritt.

„Wir als Mannschaft sind schon enttäuscht über den neunten Platz, weil wir wissen, was in der Mannschaft steckt und was für uns möglich gewesen wäre“, sagte Torhüter Yann Sommer nach dem Abpfiff. Die Borussia hat den Sprung auf einen internationalen Rang nicht nur wegen der Pleite verpasst, sondern auch aufgrund der klaren Siege des VfB Stuttgart in München (4:1) und von RB Leipzig in Berlin (6:2). „Der Druck war draußen, als wir von den anderen Ergebnissen erfahren haben“, meinte Sommer. Trainer Dieter Hecking erklärte: „Mit den Zwischenergebnissen, die dann kommuniziert wurden, hat man gespürt, dass der letzte Glaube dann vielleicht nicht mehr da war.“

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Trotzdem wollte der Gladbacher Übungsleiter den Spannungsabfall nicht vollständig als Entschuldigung gelten lassen. „Die Anfangsphase haben wir uns anders vorgestellt, da waren wir zu passiv. Der HSV hat es gut gemacht, uns früh beschäftigt und ist dann auch verdient in Führung gegangen“, betonte Hecking. „Wir sind mit unserer ersten richtigen Aktion zum Ausgleich gekommen. Dann hatten wir eine Phase, in der wir das System umgestellt haben und besser im Spiel waren. Trotzdem war es nicht das, was wir uns erhofft haben. Wir waren im Spiel nach vorne nicht zwingend genug.“ Sportdirektor Max Eberl resümierte: „Es war kein gutes Spiel zum Abschluss von uns.“

Gladbacher zollen dem HSV ihren Respekt

Auf der anderen Seite zollten die „Fohlen“ den Norddeutschen, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die zweite Liga abgestiegen sind, Anerkennung. „Der Bundesliga-‚Dino‘ hat sich in einer großartigen und bravourösen Art und Weise verabschiedet“, stellte Eberl fest. VfL-Keeper Sommer pflichtete dem Gladbacher Sportdirektor bei: „Großen Respekt vor Hamburg, wie sie mit der Situation umgegangen sind und auch heute ein gutes Spiel gemacht haben.“