Hecking will trotz Verletzungspech nicht lamentieren

Borussia Mönchengladbach empfängt am Samstagabend (18.30 Uhr) RB Leipzig. Beide Teams haben internationalen Anspruch, die „Fohlen“ waren zuletzt allerdings aus den sicheren europäischen Rängen gerutscht.

Für viele Kritiker tritt die Borussia nicht konstant genug auf. In den letzten acht Ligaspielen folgte auf einen Punktgewinn stets eine Niederlage. Vor allem auswärts präsentierten sich die Gladbacher zuletzt schwach. Die vergangenen vier Partien auf fremdem Boden gingen allesamt verloren. Für Cheftrainer Dieter Hecking ist das allerdings kein großes Thema. „Erst wenn der 34. Spieltag um ist, wissen wir, wo wir stehen“, stellte der 53-Jährige auf der Pressekonferenz am Freitag klar. „Mittlerweile sind wir die drittbeste Heimmannschaft der Liga. Das geht momentan etwas unter. Auswärts haben wir auch schon gepunktet, jetzt allerdings viermal in Folge verloren. Das passt uns natürlich überhaupt nicht.“

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Diverse Faktoren wie Pech und diskutable Schiedsrichterentscheidungen hätten zu dieser Niederlagen-Serie in der Fremde beigetragen. Auch die Verletztenmisere trage ihren Anteil an den schwankenden Ergebnissen. Die personelle Lage hat sich vor dem Duell mit den „Roten Bullen“ nicht entspannt. Mit Ibrahima Traoré, Fabian Johnson, Tobias Strobl, László Bénes, Yann Sommer, Raffael, Julio Villalba, Mamadou Doucouré und Oscar Wendt werden gegen die Sachsen gleich neun Spieler fehlen. „Natürlich ist die Personalsituation nicht leicht“, meinte Hecking und fügte an: „Wir werden trotzdem eine gute Mannschaft aufbieten und machen kein Lamento daraus.“

Trainer fordert Ordnung und Disziplin gegen Leipzig

Die Stärken des kommenden Gegners scheint Hecking im Vorfeld der Partie bereits erkannt zu haben. „Leipzig verfügt über sehr viel Offensivpotenzial. Die Qualität der Mannschaft liegt vor allem im Umschaltspiel. Das weiß mittlerweile jeder. Von daher müssen wir uns darauf einstellen und dürfen ihnen nicht die Räume für dieses Umschaltspiel geben. Wir müssen eine gute Ordnung haben und diszipliniert spielen“, forderte der VfL-Cheftrainer. Hecking wünschte sich eine ähnliche Leistung wie beim 2:2-Unentschieden in der Hinrunde. Die „Fohlen“ hatten Leipzig damals lange Zeit unter Kontrolle und hätten in der zweiten Halbzeit beinahe noch den Sieg geholt.