Heidel: „Finanzielle Spielräume haben sich verändert“

Die Ablösesummen im Fußball steigen von Jahr zu Jahr. Auch der FC Schalke 04 ist sich dieser Entwicklung bewusst. So kündigte Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies im vergangenen Jahr an, dass Königsblau ebenfalls bald Summen bis zu 50 Millionen Euro investieren müsse. Noch geht das allerdings nicht.

„Das ist unser aller Wunsch. Aber bislang ist Schalke deutlich noch nicht in der Lage, das zu stemmen. Ausnahme: Wir verkaufen einen Spieler für 50 Millionen Euro“, erklärte Sportvorstand Christian Heidel im Interview mit der Sport Bild. Diesen Schritt ging S04 vor anderthalb Jahren, als Leroy Sané an Manchester City verkauft wurde. Heidel betonte jedoch: „Mit dem Geld haben wir damals die ganze Mannschaft zusammengestellt. Wir hätten sonst keinen Spieler verpflichten können, weil kein Geld da war.“ Tönnies gab gegenüber dem Fachmagazin von rund einem halben Jahr zu Protokoll, dass sich Schalke darauf einstellen müsse, „in Zukunft mal 40 oder 50 Millionen Euro für einen Spieler zu bezahlen“.

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„Die finanziellen Spielräume im Fußball haben sich verändert. 20 Millionen Euro Ablöse ist heute für einen Spieler nichts – so brutal es klingt. Das heißt für Schalke, dass wir unsere wirtschaftliche Situation für die Zukunft verbessern müssen“, sagte Heidel. S04 müsse darauf achten, „dass andere Klubs nicht an uns vorbeiziehen. Was die wirtschaftlichen Möglichkeiten betrifft, die in die Mannschaft investiert werden können, muss Schalke zu den Top-5 gehören.“ Königsblau habe dem Sportvorstand zufolge eine „unglaubliche Power“, unabhängig davon, ob die 50+1-Regel wegfalle oder nicht. „Schalke hat zwar 130 Millionen Euro Verbindlichkeiten, ist aber im Gegensatz zu fast allen anderen Klubs der Herr über alle seine Rechte“, betonte Heidel.