Heidel kritisiert Bierhoffs Aussagen

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat sich zu Oliver Bierhoffs Aussagen bezüglich des Transfers von Leon Goretzka zum FC Bayern München geäußert. Der 54-Jährige übte dabei heftige Kritik.

„Mir ist die Aussage aufgestoßen, dass er den Schritt von Leon nachvollziehen kann. Ich finde, dass der Manager der Nationalmannschaft objektiv sein muss“, sagte Heidel am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Schalker beim VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr). Bierhoff hatte sich in einem Interview mit der Bild zum Wechsel von Goretzka nach München geäußert. „Ein ambitionierter Jung-Nationalspieler will Titel gewinnen und sitzt ungern mittwochs auf der Couch, wenn andere Champions League spielen“, hatte der Funktionär erklärt.

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Dafür zeigte Heidel wenig Verständnis. „Das darf jeder sagen, aber nicht der Manager der Nationalmannschaft“, betonte der Sportvorstand. Bierhoff würde damit suggerieren, alle Nationalspieler müssten beim FC Bayern spielen. „Da spreche ich auch für andere Vereine“, sagte Heidel. Jeder Klub freue sich, wenn ein Profi für die Nationalmannschaft berufen werde, „aber wenn es dazu führt, dass man Angst haben muss, dass ein Spieler dann sofort zu den Bayern muss, ist das bedenklich.“

„Das steht ihm nicht zu“

Zusätzlich hatte Bierhoff die Schalker dazu aufgefordert, Goretzka „nicht im Regen stehen zu lassen“. Beim Heimspiel gegen Hannover 96 (1:1) war Goretzka von den Fans ausgepfiffen worden. „Es sollte jetzt langsam der Zeitpunkt gekommen sein, dass Schalke von niemandem Ratschläge oder Forderungen braucht. Wir mischen uns auch nicht bei der Nationalmannschaft ein. Das steht ihm nicht zu“, gab Heidel zu Protokoll.

(lei/sid)