Heidel: „Wir gehen diesen Weg weiter“

Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Sportvorstand Christian Heidel vom FC Schalke 04 hat die Kritik an der defensiven Spielphilosophie von Trainer Domenico Tedesco verteidigt. Zuletzt hatte Ewald Lienen diese Spielweise öffentlich kritisiert.

„Ewald hat an dem Tag zu lange in der Sonne gestanden, aber wir haben das ausgeräumt“, sagte Heidel bei Sport1. „Allen anderen, die auf diesen Zug aufspringen, dass der deutsche Fußball tot ist, sei gesagt, dass daran nicht die Klubs schuld sind, die in der Tabelle oben stehen. Die sollen nachdenken, bevor sie so einen Blödsinn erzählen. Wir gehen diesen Weg weiter. Niemandem ist es verboten, Schalke zu schlagen. Wir werden alles dafür tun, dass es sehr, sehr schwer wird.“

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Im Gegensatz zu Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge glaubt Heidel im Falle einer Abschaffung der 50+1-Regel nicht an eine Verbesserung der sportlichen Qualität der Bundesliga. „Wenn die Regel wegfällt und die Klubs ihre Satzung ändern, werden zehn Prozent vom FC Bayern immer noch ein Vielfaches mehr kosten als zehn Prozent Bremen, Frankfurt, Mainz oder sonst was“, sagte Heidel. „Ich bezweifle, dass der Abstand verringert wird. Man überbewertet den Wegfall der 50+1-Regel.“ Dem zum russischen Meister Lokomotive Moskau gewechselten früheren Weltmeister Benedikt Höwedes stellte Heidel einen „gebührenden Abschied“ in Aussicht. Das habe er sich verdient, so Heidel.

(sid)