Herrlich: „Da ist es Pflicht als Trainer, Pausen zu geben“

Bayer 04 Leverkusen musste am Wochenende eine 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC hinnehmen. Der Grund für die Pleite war für einige schnell ausgemacht: Trainer Heiko Herrlichs Rotation war zu erheblich.

Gleich fünf neue Akteure brachte der Übungsleiter für die Partie gegen die Hauptstädter. Unter anderem saß Senkrechtstarter Leon Bailey auf der Bank. Herrlich selbst allerdings verteidigte seine Entscheidungen. „Wenn wir nicht durchrotiert hätten und wir hätten das Spiel verloren, hätte man sicher kritisch gefragt, warum ich nicht rotiert habe“, wird der Übungsleiter vom Kicker zitiert. Als Beispiel führte der 46-Jährige Kai Havertz an. Der Youngster „stand am Samstag in Freiburg 90 und am Dienstag gegen Bremen 120 Minuten auf dem Platz, da hat man die Fürsorgepflicht, dass man ihn nicht verheizt“.

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Ein weiteres Trio habe körperliche Probleme gehabt, sagte der Trainer: „Bei Wendell hat man gesehen, dass er angeschlagen ist. Bei Charles Aránguiz waren wir nach seiner Knieverletzung froh, dass er überhaupt noch auf dem Platz steht. Leon Bailey hat auch muskuläre Probleme gehabt – da ist es einfach die Pflicht als Trainer, Pausen zu geben. Das Pokalspiel am Dienstag war ein Kraftakt.“ Lars Bender fehlte zudem aufgrund eines Faserrisses.

Bender frühestens in drei Wochen zurück

Rotation wird es vorerst wohl nicht mehr geben. Vielmehr konzentrierte sich Herrlich auf die personelle Situation. „Wenn alles super läuft, steht er in drei Wochen wieder auf dem Platz“, erklärte Herrlich mit Blick auf Lars Bender. Auch Marlon Frey wird vorerst fehlen. „Marlon hat ein bisschen Probleme mit der Schilddrüse. Wir müssen ihn die nächsten zehn Tage etwas rausnehmen. Aber es ist nichts Bedenkliches“, sagte der Trainer.