Herrlich über Tah: „Er ist wacher, konzentrierter“

Nach einer schwierigen Saison 2016/17 hat Jonathan Tah in der laufenden Spielzeit wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Von seinem Trainer Heiko Herrlich erhielt der Verteidiger ein Sonderlob.

„Er ist wacher, konzentrierter. Im Spielaufbau wird er auch besser, hat mehr Lösungen, wird mutiger. Da ist schon eine gute Entwicklung“, wird der Übungsleiter vom Kicker zitiert. Statistisch wird Tahs Fortschritt untermauert. Mit 64,2 Prozent gewonnenen Zweikämpfen agiert der 21-Jährige so stark wie nie zuvor. Der Abwehrmann foult weniger (alle 119 statt alle 103 Minuten) und hat sich bei seiner Passquote verbessert (85,5 Prozent).

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Herrlich unterstrich, dass Neuzugang Sven Bender ein wichtiger Faktor für Tahs Entwicklung ist. Der Innenverteidiger habe jemanden an seiner Seite, „der ihn super coacht, super unterstützt. Von dem er profitiert und lernt“. Hinzu kommen völlig natürliche Faktoren. „Er wird älter, er wird reifer. Er ist ja noch ein ganz junger Spieler“, betonte Herrlich. Kein Wunder also, dass Tah bei anderen Vereinen im Fokus steht. Der Youngster ist zwar bis 2020 an Bayer gebunden, besitzt allerdings eine Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro. Zu erwarten sind baldige Vorstöße der „Werkself“-Verantwortlichen in Richtung einer Vertragsverlängerung, dann wahrscheinlich mit höherer Klausel.

„Werkself“ mit viel Respekt vor Freiburg

Bayers Fokus allerdings liegt aktuell erst einmal auf der Partie in Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr). Herrlich sprach vor dem Duell mit den Breisgauern eine Warnung aus: „Der SC Freiburg hat gerade in den vergangenen beiden Spielen gezeigt, wozu er imstande ist. Die Moral in der Hinrunde in Köln ein 0:3 zu drehen – das ist schon außergewöhnlich, was da geleistet wird. Jahr für Jahr.“ Der Coach weiß: „Wenn man die letzten fünf Spiele sieht, ist das ein absolutes Spitzenspiel auswärts in Freiburg, wo sich jeder schwertut. Das wird ein anderes Kaliber als in der Hinrunde.“ Damals hatten die Rheinländer keinerlei Probleme und gewannen mit 4:0.

Auch Julian Brandt ist sich der Stärke des kommenden Gegners bewusst: „Freiburg ist schwierig. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich dort selten gewonnen. Es war immer extrem schwer. Das ist eine sehr, sehr gute Truppe. Viele unterschätzen die. Ich habe jetzt ein, zwei Spiele gesehen. Da haben sie super gespielt. Für mich wird das eines der schwersten Spiele der Saison.“ Julian Baumgartlinger wird trotz seines Pferdekusses aus der Partie gegen Mainz (2:0) wohl wieder zur Verfügung stehen. Hinter einem Einsatz von Karim Bellarabi steht noch ein Fragezeichen, wenngleich sich Herrlich optimistisch gab, dass der Angreifer bei den Breisgauern auflaufen kann.