Herrlich vor Bayern-Spiel: „Muss wirklich alles passen“

Bayer 04 Leverkusen kann das Halbfinale des DFB-Pokals am Dienstagabend (20.45 Uhr) gegen den FC Bayern München mit breiter Brust angehen. In den vergangenen beiden Partien setzte sich die „Werkself“ jeweils mit 4:1 in Leipzig und gegen Eintracht Frankfurt durch und grüßt derzeit vom dritten Tabellenrang.

„Nach zwei super wichtigen Siegen in der Liga können wir jetzt die Augen auf den Pokal richten“, sagte Sportchef Rudi Völler bereits am Samstag. Gleichzeitig ist der Respekt vor dem deutschen Meister und Champions League-Halbfinalisten ungemein groß. „Wir spielen gegen eines der besten Teams in Europa. Aber wir werden den Bayern einen großen Kampf leisten“, kündigte Völler an. Ähnlich motiviert zeigte sich Trainer Heiko Herrlich: „Morgen geht es nur ums Weiterkommen. Da musst du als Spieler, aber auch als Mannschaft, bereit sein, alles rauszuhauen.“ Trotz der starken Form Bayers liegt die Favoritenrolle natürlich beim Rekordmeister. „Es muss bei uns wirklich alles passen“, meinte Herrlich am Montag.

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Zweimal trafen die Leverkusener in dieser Saison bereits auf die Bayern, beide Male mussten sie sich mit 1:3 geschlagen geben. „Wir haben zweimal ganz ordentlich gespielt, hatten sowohl im Hin- als auch im Rückspiel Phasen, in denen wir gut ins letzte Drittel gekommen sind, dann aber unsere Torchancen nicht nutzen konnten. Und auch gegen den Ball hatten wir Phasen, in denen wir sehr gut verteidigt haben und das Spiel gut im Griff hatten“, lobte der Bayer-Coach. „Ich hoffe, dass wir das morgen über 90 Minuten schaffen.“ Seine Mannschaft brauche gegen München Mut und vor allem Abschlussstärke: „Wenn wir vorne eine Möglichkeit haben, dann müssen wir sie eiskalt nutzen.“

Tah nach muskulären Problemen wohl wieder eine Option

Die Personalsituation in Leverkusen ist derzeit entspannt. Bis auf Wendell (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk) und Joel Pohjanpalo (Aufbautraining nach Sprunggelenksverletzung) kann Herrlich auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Jonathan Tah, der beim Aufwärmen vor der Partie gegen Frankfurt über muskuläre Probleme geklagt und kurzfristig ausgesetzt hatte, ist aller Voraussicht nach wieder eine Option für die Innenverteidigung. Gleiches gilt für Lucas Alario, der in der Liga zuletzt eine Rotsperre absitzen musste. „Ein paar Spieler haben hier und da noch verschiedene Wehwehchen, aber ich bin sehr optimistisch, dass wir morgen mit der bestmöglichen Mannschaft auflaufen können“, sagte Herrlich.