Herrlich: „Wir haben 16, 17 oder 18 Stammspieler“

Für Bayer 04 Leverkusen läuft die aktuelle Saison bisher prächtig. Tabellenplatz zwei und aus den letzten 17 Pflichtspielen gab es nur eine Niederlage. Von Übermut ist am Rhein aber keine Spur.

Denn mit der Auswärtspartie in Freiburg wartet ein harter Brocken auf die „Werkself“. Aktuell ist der Sportclub das am längsten ungeschlagene Team der Liga (acht Spiele). „Sie sind sehr heimstark, spielen körperbetont und vor allem mit Leidenschaft“, erklärte Trainer Heiko Herrlich auf der Pressekonferenz am Freitag. „Schaut man sich nur die letzten Spiele der Freiburger an, wären sie damit auf Platz drei in der Tabelle. Die Mannschaft hat sich wahnsinnig entwickelt unter Trainer Christian Streich.“ Mit dem entsprechenden Respekt wolle sein Team in den Breisgau reisen. „Die Partie wird eine schwere Aufgabe – ein Spitzenspiel“, fügte der 46-Jährige konzentriert an.

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Dabei fehlen wird definitiv Julian Baumgartlinger. Nach seiner Verletzung im Spiel gegen Mainz (2:0) wäre der Österreicher zwar wieder fit gewesen, doch kurzfristig gab es andere Baustellen. „Seine Entwicklung war gut – gestern hat ihn aber eine Grippe lahmgelegt. Damit er keinen ansteckt, bleibt er zu Hause“, erklärte Herrlich. Fraglich ist dazu Sven Bender, für ihn war das Training am Donnerstag ausgefallen. „Er hatte Probleme mit einer alten Blessur. Für heute hat er sich aber wieder fit gemeldet. Es sieht zwar schon besser aus, aber ob er mit nach Freiburg fährt, steht noch nicht zu 100 Prozent fest“, ließ der Übungsleiter wissen.

Retsos in der Heimat geehrt

Deutlich mehr Feierlaune brachte Panagiotis Retsos mit. Der 19-Jährige wurde in Griechenland zum Youngster des Jahres und in das Team des Jahres gewählt. Eine Auszeichnung, die die Moral aufflammen lässt, hatte Retsos doch zuletzt zweimal im Kader gefehlt. Doch nicht nur für ihn steigen die Chancen auf Einsätze aktuell wieder. „Wir haben jetzt einen Block von vier Spielen in kurzer Zeit. Natürlich werden wir nicht vier Mal mit der gleichen Aufstellung spielen. Wir haben aber auch nicht nur elf Stammspieler, sondern 16, 17 oder 18 und auf jeden ist Verlass“, lobte Herrlich seine Reservisten.

Gleiches gilt auch für die offensiven Ersatzkräfte. Zwar hatte sich Joel Pohjanpalos gewünschte Ausleihe zuletzt zerschlagen, doch durch den kurzfristigen Abgang Admir Mehmedis öffnen sich natürlich neue Möglichkeiten. Auch der zuletzt selten berücksichtigte Stefan Kießling könnte wieder in den Fokus rücken, wie der Trainer betonte: „Nach dem Wechsel von Mehmedi sind Kieß‘ Chancen natürlich gestiegen. Es gibt aber auch andere Spieler, die nachrücken können – wie Joel Pohjanpalo oder Marlon Frey. Wir schauen uns die letzten Eindrücke an und entscheiden dann, wie es am besten passt.“