Herrlich: „Wir haben etwas gutzumachen“

Nach dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals gegen Werder Bremen (4:2 n.V.) muss Bayer 04 Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC ran. Für Trainer Heiko Herrlich wird die Aufgabe gegen die Hauptstädter nicht weniger schwierig als die gegen die Norddeutschen.

„Das Hinspiel haben wir verloren, wir haben also etwas gutzumachen“, erklärte der Übungsleiter auf der Pressekonferenz am Freitag. „Berlin hat in der Rückrunde zwar noch kein Spiel gewonnen, verfügt aber über genug Potenzial.“ Trainer Pál Dárdai habe einen guten Zugang zur Mannschaft und wisse, an welchen Stellen er schrauben muss. Besonders vor den Standards der Hauptstädter warnte Herrlich. „Wir müssen hochkonzentriert sein. Sie werden auch über Flanken kommen – die müssen wir gut verteidigen“, erklärte er und lobte im gleichen Atemzug Jonathan Tah und Sven Bender für ihre bisherigen Auftritte.

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Herrlich betonte zwar, dass Bayer „mit breiter Brust ins Spiel“ gehe, verwies gleichzeitig aber auf die Statistik: „Seit der Drei-Punkte-Regel gab es noch nie so einen schlechten Zweitplatzierten.“ Leverkusen sei deshalb „kein typischer Zweiter“. Gegen Hertha rechnet Herrlich mit der Rückkehr von Charles Aránguiz, der zwar noch „leichte Schmerzen“ verspüre, aber trainieren kann. Der Chilene sei ein besonderer Spieler, der „das Spiel schnell macht, wenn es sein muss oder es langsam macht, wenn es ruhiger zugehen muss“. Julian Baumgartlinger ist nach seiner Erkältung zudem wieder voll belastbar.

Aránguiz wohl dabei, Bailey plagen leichte Probleme

Ein Fragezeichen steht noch hinter Senkrechtstarter Leon Bailey. Der Jamaikaner konnte am Donnerstag nicht trainieren, „wird aber morgen hoffentlich dabei sein“, sagte Herrlich. „Es werden ein paar andere Spieler starten, das haben wir in der Saison schon ein paarmal gemacht. Die Spieler haben ihr Potenzial immer sofort abgerufen. Wir verfügen über einen homogenen Kader, in dem jeder seinen Teil beitragen möchte.“