Herthaner Frust nach unnötiger Niederlage

Hertha BSC hat bei der 1:2-Pleite am Samstagnachmittag bei Borussia Mönchengladbach in der zweiten Hälfte noch einen 1:0-Vorsprung verspielt. Mit Erklärungen taten sich die Berliner nach dem Abpfiff schwer, bei einer Sache waren sich aber alle einig: Dieses Spiel hätte nicht verloren werden dürfen.

„Ich verlange immer, dass wir aus allen Spielen lernen, doch dieses Mal muss ich schlucken, denn hier hätten wir etwas mitnehmen müssen“, meinte Trainer Pál Dárdai. Der Herthaner Übungsleiter war zwar der Meinung, dass sein Team das bessere gewesen sei, fand die Niederlage aber auch nicht unverdient: „Wenn du ein Spiel mit diesen Torchancen noch aus der Hand gibst, hast du auch keinen Punkt verdient.“ Stürmer Davie Selke zeigte sich ebenso ratlos wie sein Chef. „Die Niederlage ist unfassbar schwer zu verdauen, weil wir die bessere Mannschaft waren“, konstatierte der 23-Jährige. „Wir haben hier ein überragendes Spiel gespielt und haben Gladbach, wenn überhaupt, nur ein- oder zweimal vor unser Tor gelassen.“

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Genutzt hat es letztlich alles nichts, die „Alte Dame“ blieb zum zweiten Mal in Folge sieglos. „Wir sind schockiert, dass wir nichts mitnehmen“, fand Selke deutliche Worte. Ebenso deutlich wurde Mittelfeldspieler Valentino Lazaro: „Die Enttäuschung ist riesengroß. Dieses Spiel durften wir so, wie es gelaufen ist, nicht verlieren.“ Der Österreicher stellte anschließend mit Blick auf die mäßige Chancenverwertung in der laufenden Spielzeit eine gewagte These auf. „Dass wir unsere Chancen nicht nutzen, zieht sich leider wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Wahrscheinlich wären wir unter den ersten sechs, wenn wir auch nur die Hälfte unserer Möglichkeiten genutzt hätten“, ärgerte sich Lazaro.