Hinteregger: „Es geht in die extrem falsche Richtung“

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Martin Hinteregger vom FC Augsburg hat sich äußerst kritisch mit der Fußball-Branche auseinandergesetzt. Den Vereinsbossen riet der Abwehrspieler angesichts der Auswüchse, sich auch mal wieder die Unbeschwertheit auf den Bolzplätzen anzuschauen.

„Als Profi-Fußballer kannst du nicht mehr du selbst sein. Es wäre schön, wenn man das sagen könnte, was man denkt. Und nicht das, was man sagen muss, damit es ruhig bleibt“, sagte der 25-jährige Österreicher im Trainingslager des FCA in Längenfeld. Es gehe „in die extrem falsche Richtung“, betonte Hinteregger. „Der Fußball verändert einen. Alles, was auf dich zukommt, macht dich automatisch zu einem anderen Menschen.“ Für ihn wäre es das Schönste, „wenn man ehrlich seine Meinung sagen könnte, ohne dass das gleich als Kritik aufgefasst wird“. Er selbst sei deshalb zurückhaltender geworden.

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In seinem Privatleben steuert Hinteregger bereits gegen den Trend. Er ersetzte sein Smartphone durch ein altes Klapphandy. „Da bekommst du 80 Prozent weniger Nachrichten, dafür hast du viel mehr Zeit und Ruhe“, sagte er. In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte Hinteregger 31 Pflichtspiele für den FC Augsburg. Vertraglich ist der 25-Jährige, dessen Marktwert auf knapp zehn Millionen Euro geschätzt wird, noch bis zum 30. Juni 2021 gebunden.

(cbe/sid)