Hoffenheim kämpft mit Frankfurt um die Pole Position

Die TSG 1899 Hoffenheim kann mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt am Sonntag (18 Uhr) an den Hessen vorbeiziehen. Die Hausherren wollen dem Höhenflug der offensivstarken Kraichgauer ein Ende setzen.

Optimal lief die Vorbereitung auf die wichtige Partie gegen die TSG in Frankfurt nicht. Das Sportliche rückte in der vergangenen Woche in den Hintergrund, stattdessen wurde öffentlich über die Zukunft von Trainer Niko Kovač spekuliert, der als Wunsch-Nachfolger von Bayerns Meistertrainer Jupp Heynckes gilt. Sportdirektor Fredi Bobic und Kovač selbst dementierten, dass der Erfolgscoach der SGE vor dem Absprung steht – stattdessen soll schnellstmöglich die Mannschaft wieder positive Schlagzeilen schreiben. „Wir haben uns Ziele gesetzt“, sagte Bobic. „Die wollen wir nicht durch irgendwelche Diskussionen kaputtmachen.“ Die jüngste 1:2-Pleite beim SV Werder Bremen warf die Eintracht im Europapokal-Rennen entscheidend zurück. „Die Niederlage gegen Bremen war bitter und ärgerlich. Aber das ist Geschichte“, meinte Kovač und betonte: „Wir fokussieren uns auf die nächste Aufgabe. Und die Jungs machen einen sehr guten Eindruck.“ Bis auf die Langzeitverletzten kann der Trainer des Tabellensechsten am Sonntag aus dem Vollen schöpfen.

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Nachdem die Saison der TSG lange einer Achterbahnfahrt glich, fand die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann in den vergangenen Wochen wieder in die Spur. Mit einer Menge Selbstvertrauen aus der 6:0-Gala gegen den 1. FC Köln fährt der Tabellensiebte nach Frankfurt und kann dort einen Riesenschritt Richtung Europa League machen. Mit einem Auswärtserfolg zöge Hoffenheim (42 Punkte) dank der besseren Tordifferenz an der SGE (45 Punkte) vorbei und stünde dann auf Platz sechs, der zur sicheren Qualifikation für das internationale Geschäft reicht. Doch Nagelsmann warnt: „Eintracht Frankfurt ist ein sehr guter Gegner. Sie spielen ähnlich wie wir, daher brauchen wir am Sonntag gute Lösungen in der Defensive.“ Welches Gesicht die Hintermannschaft der TSG hat, ist noch unklar. Die gesetzten Benjamin Hübner und Kevin Vogt sind angeschlagen, die möglichen Alternativen Ermin Bičakčić und Stefan Posch sind allerdings auch nicht bei 100 Prozent. „Wir haben einige sehr gute Physiotherapeuten, die ein paar Überstunden einlegen und dann schauen wir mal, was bis Sonntag möglich ist“, meinte Nagelsmann.

Eintracht Frankfurt: Hrádecký – Russ, Hasebe, Abraham – da Costa, Chandler – de Guzmán – Wolf, Fabián – Boateng, Jović

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Akpoguma, Vogt, Hübner – Kadeřábek, Schulz – Grillitsch, Rupp – Kramarić, Uth, Gnabry

Sowohl die TSG als auch Frankfurt bestechen durch hervorragendes Umschaltspiel, das schwer auszurechnen ist. Während Hoffenheim mit breiter Brust anreist, muss die SGE den Rückschlag der vergangenen Woche verarbeiten und zudem die Spekulationen um Trainer Kovač ausblenden.