Hollerbach-Deal rechtlich noch nicht wirksam

Bernd Hollerbach saß am Samstag erstmals als Chefcoach des Hamburger SV auf der Trainerbank. Bei RB Leipzig holten die „Rothosen“ ein respektables 1:1-Unentschieden. Dabei ist der Wechsel Hollerbachs von seinem Ex-Klub zum HSV formal noch gar nicht in trockenen Tüchern.

Dies teilte der Vorstandsvorsitzende der Würzburger Kickers, Daniel Sauer, nun mit. „Erst am vergangenen Freitag erhielten wir ein schriftliches und offizielles Angebot des Hamburger SV. Ohne auf Details eingehen zu wollen, entspricht dieses allerdings nicht unseren Vorstellungen und in der Form auch nicht der Wertigkeit der Personalie“, erläuterte der Ex-Handball-Profi. Eine vertragliche und rechtlich wirksame Einigung zwischen beiden Vereinen bestünde damit aktuell noch nicht. Dies habe Sauer dem Vorstandsvorsitzenden der Hamburger, Heribert Bruchhagen, telefonisch bereits mitgeteilt. Hollerbach trainierte den Drittligisten zwar seit Sommer 2017 nicht mehr, stand allerdings bei den Bayern zum Zeitpunkt der Unterschrift des Kontrakts in Hamburg noch unter Vertrag.

- Anzeige -

Von Seiten des Bundesliga-„Dinos“ sei seither kein neues Angebot eingegangen, weswegen die Würzburger nun ihrerseits ein Ultimatum an den Bundesligisten stellen. „Wir werden dem HSV darin eine Frist bis Mittwoch, 31. Januar, 12 Uhr setzen“, meinte Sauer. Die Unstimmigkeit entstand wohl aus dem zeitlichen Druck der Norddeutschen bei der Trainersuche. „Herr Bruchhagen ist ein sehr erfahrener Fuchs im Profifußball, aber hier war er gewiss ein wenig zu schnell. Umgekehrt hätten er und der HSV sicher nie ein Telefonat als abgeschlossene vertragliche Vereinbarung angesehen“, stellte Sauer klar.