Hollerbach macht seiner Mannschaft keine Vorwürfe

Trotz eines couragierten Auftritts unterlag der Hamburger SV am Samstagnachmittag bei Borussia Dortmund mit 0:2. Mit der Leistung seines Teams zeigte sich Trainer Bernd Hollerbach nach der Partie zufrieden.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie war mutig und hat sich gezeigt“, lobte Hollerbach seine Profis. Besonders angesichts der Qualität des Kontrahenten zollte der 48-Jährige seinen Mannen Respekt: „Das Team hat gegen einen starken Gegner, der unter Peter Stöger noch ohne Niederlage in der Liga ist, alles reingeworfen.“ Der Auftritt seiner Mannschaft stimmte den Übungsleiter des HSV auch im Hinblick auf die kommenden Aufgaben optimistisch. „Für mich ist immer entscheidend, wie das Team auftritt. Wenn wir so weitermachen, dann werden die Ergebnisse folgen“, prophezeite der Ex-Profi. Der frühe 0:1-Rückstand nach der Halbzeitpause sei der Knackpunkt gewesen, anschließend hätte das Spiel aber auch mit einem Remis enden können.

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Sportdirektor Jens Todt ärgerte sich schon eher über die vergebene Möglichkeit. „Es ist sehr ärgerlich, dass wir heute ohne Zählbares zurückfahren. Wir haben gut gearbeitet, aber leider einen Punkt verloren“, haderte der 48-Jährige. In der Offensive fehlte Todt der letzte Zug zum Tor: „Eine ganz klare Chance hatten wir nicht, weil uns nach wie vor die letzte Durchschlagskraft fehlt. Gerade gegen so einen Gegner musst du die wenigen Möglichkeiten nutzen.“ Ähnlich sah es auch der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. „Es fehlt die Entschlossenheit vor dem Tor. Wir bereiten die Aktionen meist gut vor, doch dann misslingt der letzte qualitative Pass. Daran hapert es schon seit geraumer Zeit“, bemängelte der 69-Jährige klar.

Mavraj will gegen „Never-Ending-Story“ ankämpfen

Mergim Mavraj versuchte sich mit Blick auf die mageren Ergebnisse der letzten Wochen an einer Durchhalteparole der deutlichen Art: „Natürlich ist das eine scheiß Never-Ending-Story, die ich jede Woche aufs Neue nach dem Spiel erzähle, aber wir werden nicht aufgeben und weiter kämpfen. Das ist keine Floskel, sondern der Glaube, den wir als Mannschaft haben.“ Auch dem Innenverteidiger blieb die Schwäche in der Offensive allerdings nicht verborgen. Der eingewechselte André Hahn kündigte schließlich an, was in den nächsten Tagen passieren muss. „Wir müssen uns die Abschlussstärke wieder ganz hart erarbeiten“, konstatierte der Flügelspieler.