Hollerbach von der Unterstützung begeistert

Dem Hamburger SV steht am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) ein schwieriges Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Borussia Dortmund bevor. Cheftrainer Bernd Hollerbach zeigte sich im Vorfeld der Partie trotz der zuletzt acht sieglosen Spiele in Folge durchaus optimistisch.

„Was vorher war, ist Geschichte. Das interessiert mich nicht mehr. Ich bin erst seit zwei Wochen da. In dieser Zeit sind wir noch ungeschlagen“, stellte der 48-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag im Hinblick auf die Hamburger Negativserie klar. „Natürlich hat die Mannschaft nicht vor Selbstvertrauen gestrotzt, aber sie glaubt an sich und hat auch nach einem Rückstand gefightet. Das ist das Wichtigste.“ Der starken Dortmunder Offensive will Hollerbach mit Stabilität beikommen: „Wir müssen wie in Leipzig (1:1; Anm. d. Red.) stabil stehen, trotzdem immer wieder den Weg nach vorne suchen und mutig sein, wenn wir in Ballbesitz sind.“ Der Ex-Würzburg-Coach glaubt an die Siegchancen seiner Mannschaft.

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Der HSV belegt derzeit den 17. Rang der Bundesliga-Tabelle und hat drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Trotz der sportlich prekären Lage nimmt der Übungsleiter der „Rothosen“ die Atmosphäre im Verein durchweg positiv wahr. „Ich erlebe die Stimmung vom ersten Tag an sehr positiv. Durch meine Vergangenheit beim HSV bin ich mit vielen Leuten im Austausch. Ich weiß, wie die Fans sich fühlen“, meinte der Ex-Profi und fügte an: „Es ist doch klar, dass sie durch die letzten Jahre ein bisschen müde sind. Ich weiß, dass jeder, der den HSV im Herzen trägt, uns unterstützt.“ Genau diese Unterstützung habe in Leipzig und gegen Hannover (1:1) zum Punktgewinn nach Rückstand geführt. „Davon bin ich begeistert“, zeigte sich Hollerbach erfreut.

Walace in Dortmund dabei, Jung trainiert wieder mit

Neu im Trainerteam des Bundesliga-„Dino“ ist der Argentinier Rodolfo Cardoso. Der frühere Teamkollege Hollerbachs beim HSV ist nun sein Co-Trainer. „Er ist ein ausgewiesener Fachmann, der beim HSV schon viele Mannschaften trainiert und in vielen Abteilungen gearbeitet hat. Er kann und versteht Fußball. Gerade die Brasilianer blühen unter ihm auf. Er ist für mich eine absolute Vertrauensperson. Ich bin froh, dass er uns hilft“, schwärmte der Coach von seinem neuen Assistenten. 2011 und 2013 war Cardoso jeweils kurzzeitig Interimstrainer beim HSV.

Der Brasilianer Walace wird am Wochenende in Dortmund mit von der Partie sein. Der Mittelfeldspieler hatte lange mit einem Wechsel kokettiert und will unbedingt zur Geburt seines Kindes zu seiner Frau nach Brasilien fliegen. Diesen Wunsch wird ihm Hollerbach erfüllen: „Der Stichtag ist erst in 18 Tagen, deshalb schauen wir weiter, wie es läuft. Es ist noch nicht akut. Alles andere ist Spekulation. Er ist voll fokussiert auf den HSV und wird in Dortmund sicher dabei sein.“ Fehlen wird dagegen neben Abwehrchef Kyriakos Papadopoulos, der sich gegen Hannover eine Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte, der erkrankte Lewis Holtby. Dafür konnte Gideon Jung am Donnerstag wieder mittrainieren.