Holtby: „Wollen das Unmögliche möglich machen“

Mit einer starken Leistung und einem 3:2-Sieg über den Tabellenzweiten FC Schalke 04 meldete sich der Hamburger SV am Samstagabend im Abstiegskampf zurück. Nach der Partie überwog bei den Norddeutschen der Kampfgeist und der Glaube daran, den Klassenerhalt doch noch schaffen zu können.

Mit dem Erfolg über die „Knappen“ rückte der HSV in der Tabelle wieder am 1. FC Köln vorbei auf Rang 17 und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte. „Wir haben heute gegen eine Top-Mannschaft, die auf Platz zwei der Tabelle und im Halbfinale des DFB-Pokals steht, voll überzeugt. Die Fans sehen, dass wir wieder Fußball spielen und im Team eine große Identifikation vorhanden ist. Dementsprechend pushen sie uns. Das war heute unglaublich“, schwärmte Mittelfeldspieler Lewis Holtby und fügte entschlossen an: „Wir müssen jetzt immer wieder mutig bleiben. Wir haben schon einmal betont, dass wir der HSV sind. Wir wollen das Unmögliche möglich machen.“

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Nachdem die „Rothosen“ früh in Rückstand geraten waren, konnten sie kurz nach Wiederanpfiff die Partie drehen, nur um sich wenig später den Ausgleich einzufangen. Letztlich sorgte Aaron Hunt in der Schlussphase mit einem Distanzschuss für den Siegtreffer. „Das war heute eine echte Achterbahnfahrt“, meinte Trainer Christian Titz. „Wir haben es geschafft, viele Torchancen zu kreieren und haben deshalb auch verdient gewonnen.“ Trotz all der Euphorie betonte der Hamburger Übungsleiter aber auch die weiterhin prekäre tabellarische Lage: „An unserer Situation hat sich nichts gerändert. Wir haben immer noch den Glauben daran, dass wir zurückkommen können. Wir werden jetzt aber nicht in Euphorie verfallen, weil wir ein Spiel gewonnen haben, sondern weiter arbeiten.“

Absoluter Fokus auf die verbleibenden Saisonspiele

Auch Kapitän Gōtoku Sakai zeigte sich eher verhalten optimistisch und betonte die stetige Entwicklung des Teams. „Die Leute wollen manchmal alles auf einmal haben. Aber im Fußball geht es nicht von eins auf zehn, sondern nur Schritt für Schritt. Wir werden jetzt langsam besser. In den letzten Spielen hat immer noch ein bisschen gefehlt, aber heute hat alles gepasst“, sagte der Japaner. Innenverteidiger Rick van Drongelen gab derweil die Marschroute für die restlichen Partien der laufenden Spielzeit vor: „Wir haben jetzt noch fünf Spiele und müssen jede Partie so angehen wie heute.“