Huth muss sich dem Kampf im Tor stellen

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Torhüter Jannik Huth war in der Rückrunde der abgelaufenen Saison vom 1. FSV Mainz 05 an Sparta Rotterdam in die Niederlande verliehen. Im Sommer kehrte der 24-Jährige zu den Rheinhessen zurück und versucht nun, sich in der Hierarchie der Mainzer Keeper nach oben zu arbeiten.

14 Partien hatte Huth für Sparta absolviert und dabei gute Leistungen gezeigt. Den Abstieg in die zweite niederländische Liga konnte er zwar nicht verhindern, dennoch hat er sich durchaus empfohlen. In Mainz muss sich der Schlussmann allerdings hinten anstellen. René Adler ist die erklärte Nummer eins, dahinter gibt es neben Huth noch Florian Müller und Robin Zentner. Beide konnten in der vergangenen Spielzeit während der verletzungsbedingten Abwesenheit des Stammkeepers ihre Spuren in der Bundesliga hinterlassen. Adler laboriert immer noch an einer Knieverletzung, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist nicht abzuschätzen.

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Der Favorit auf den Posten Adlers ist der junge Müller. Huth dagegen könnte im schlimmsten Fall nur die Nummer vier beim FSV werden. „Klar ist, dass ich nach dem halben Jahr in Holland weiter Spielpraxis sammeln möchte“, sagte Huth laut Kicker. „Wir haben hier einen offenen Konkurrenzkampf zwischen drei Torhütern. Man muss abwarten, wo das Trainerteam mich zum Saisonstart sieht. Sollte ich die Nummer drei sein, werden wir sicher Gespräche über die Zukunft führen müssen, um meine Perspektiven hier in Mainz auszuloten.“ Heißt im Klartext: Huth würde den Verein wohl gerne verlassen, sollte er sich gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen können.

Schröder: „Jannik wird bei uns bleiben“

Genau hier liegt allerdings das Problem: Da Adlers vollständige Genesung noch eine Weile dauern könnte, möchten die 05er sich ihre Optionen auf der Position im Tor offen halten. „Wir wissen nicht, wann René fit wird. Jannik wird bei uns bleiben“, stellte Sportvorstand Rouven Schröder klar. Er will frühestens im kommenden Winter über einen Transfer nachdenken. Huth muss den Kampf annehmen und mit den Konsequenzen leben. „Die Chancen sind da, man muss sie nur nutzen“, meinte der ehemalige U21-Nationaltorhüter. Die Zeit in Rotterdam stimmt ihn optimistisch, der Herausforderung gewachsen zu sein: „Ein halbes Jahr komplett gespielt zu haben, war top.“ Der Kampf um die Nummer zwei wird spannend bleiben.