Ibišević: Selke-Ausfall „als Mannschaft auffangen“

Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Zehn Tage vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat sich Hertha-Kapitän Vedad Ibišević am Freitag zur Sommervorbereitung bei Hertha BSC geäußert. Der 34-jährige Bosnier weilt derzeit mit dem Team im Trainingslager in Schladming.

„Ich gebe Gas wie alle anderen und versuche, das Beste daraus zu machen und fit zu bleiben. Es wird aufgrund des Alters nicht leichter, aber auch nicht viel schwerer“, beschrieb Ibišević seine bisherige Saisonvorbereitung und fügte scherzhaft hinzu: „Alle anderen leiden ebenfalls, das gibt mir Selbstvertrauen.“ Gerade taktisch forderte Trainer Pál Dárdai seine Spieler zuletzt heraus, ließ intensiv die Dreierkette einstudieren. Ibišević sagte, er glaube, das System passe zur Mannschaft, für ihn persönlich habe die Umstellung aber keinen großen Einfluss. „Ich muss weiterhin laufen und Tore schießen“, stellte der Strafraumstürmer trocken fest.

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Die Rolle als vorderste Spitze hat der 84-fache Nationalspieler vorerst wohl sicher, denn Konkurrent Davie Selke wird aufgrund einer schweren Brustverletzung noch länger fehlen. „Bis er wieder zurückkommt, werde ich vielleicht öfter zum Einsatz kommen, aber wir müssen seinen Ausfall dennoch insgesamt als Mannschaft auffangen“, kommentierte Ibišević das Fehlen seines Stürmerkollegen. „Mit den passenden Ergebnissen können wir Davie Zeit geben, sich voll auf seine Genesung zu konzentrieren.“

Talente sollen behutsam aufgebaut werden

In den zurückliegenden Wochen traten bei der Hertha insbesondere junge Spieler wie Dennis Jastrzembski und Muhammed Kiprit positiv in Erscheinung. Ibišević warnte nun vor zu hohen Erwartungen an die Nachwuchskräfte: „Man kann nicht erwarten, dass sie direkt einen Rieseneinfluss haben werden. Sie bringen sicherlich eine Menge Qualität mit, trotzdem müssen sie Erfahrungen sammeln. Jugendfußball ist eine ganz andere Sache als Profifußball.“ Außerdem betonte der Kapitän die große Bedeutung einer „Ausgewogenheit“ zwischen jungen und erfahrenen Spielern. „Wir versuchen die Jungs auf das, was auf sie zukommt, vorzubereiten“, sagte er über die Rolle der Routiniers im Kader.