Kačar: „Mich bringt kaum noch etwas aus dem Tritt“

Gojko Kačar gibt sich trotz seiner Reservistenrolle beim FC Augsburg aufgeräumt. Der routinierte Defensivakteur beobachtet bei sich selbst einen Reifeprozess und blickt entspannt auf seine Zukunft.

Kačar spielt seine zweite Saison beim FCA. Nach 22 Einsätzen in seiner ersten Spielzeit stand er bislang nur fünfmal auf dem Platz. Immerhin spülten ihn Verletzungen von Konkurrenten in den vergangenen beiden Partien in die Startformation, gegen Hannover 96 (3:1) traf er sogar per Kopf. „Natürlich ist es nicht schön, auf der Tribüne zu sitzen, aber ich gehe jeden Tag mit Freude zum Training. Ich weiß: Auch wenn wir ohne mich gewinnen, habe ich meinen Mini-Anteil daran durch meine Arbeit im Training“, sagte der 31-Jährige dem Kicker. Der routinierte Serbe sieht sich nach zehn Jahren in der Bundesliga gereift.

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„Es gibt kaum noch etwas, was mich aus dem Tritt bringt. Wenn ich spiele, ist das gut, wenn ich nicht spiele, hat das auch seinen Sinn. Ich konzentriere mich auf das Positive im Leben“, betonte er und erklärte: „Früher habe ich es als Tragödie gesehen, wenn ich schlecht gespielt habe, wir verloren haben, ich draußen saß oder in den Zeitungen was Schlechtes über mich stand. Heute weiß ich, wer ich bin, was mich ausmacht.“ Sein Verhältnis zu Trainer Manuel Baum empfindet er trotz seiner geringen Einsatzzeiten als gut. „Für ihn ist die Entscheidung, wer spielt, nicht einfach. Das respektiere ich. Er ist unter anderem taktisch sehr gut, man kann viel vom ihm lernen“, sagte der Defensiv-Allrounder.

Kačar lässt Zukunft noch offen

Im Sommer läuft Kačars Vertrag in Augsburg aus. Für die Zeit danach hat er noch keinen Plan, sieht sich aber noch nicht am Ende seiner Laufbahn. Ein Wechsel ist wahrscheinlich, wohin es ihn verschlägt, ist noch völlig offen. „Es gibt Anfragen. Ich habe immer noch eine Riesenfreude, wenn ich auf dem Platz stehe. Mein Weg als Fußballer ist nicht zu Ende. Ich habe noch viel vor – im Fußball und im Leben“, sagte er.