Khedira sagt Tunesien für die WM ab

Der FC Augsburg wird beim Gastspiel in Leipzig am kommenden Sonntag auf Marco Richter verzichten müssen. Der 20-jährige Angreifer fällt aufgrund einer Innenbandverletzung am rechten Sprunggelenk vorerst aus. Rani Khedira hat derweil dem tunesischen Verband eine Absage erteilt.

Erst am vergangenen Spieltag sorgte Richter nach seiner Einwechslung für die endgültige Entscheidung im Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Kurz vor Schluss stellte der U20-Nationalspieler nach Fehler von Makoto Hasebe auf 3:0 und empfiehl sich somit für weitere Einsätze. Diese werden nun erst einmal auf sich warten lassen. „Wir haben noch eine Nachuntersuchung, erst dann kann man sagen, wie lange er ausfällt“, erklärte FCA-Trainer Manuel Baum am Mittwoch. Neben Richter wird der Coach bei den „Roten Bullen“ auch auf die langzeitverletzten Alfreð Finnbogason und Jeffrey Goeweleeuw verzichten müssen. Daniel Opare gehört seit letzter Woche nicht mehr dem Profikader der Fuggerstädter an.

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Derweil ist Khedira nach abgesessener Gelbsperre wieder einsatzberechtigt. Der Bruder von Weltmeister Sami Khedira wurde unter der Woche außerdem vom tunesischen Verband kontaktiert, der ihn für die anstehende Weltmeisterschaft in Russland gewinnen wollte. „Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, weil mein Papa ein stolzer Tunesier ist und ich beide Nationen im Herzen trage“, berichtete Khedira. Nach reichlicher Überlegung sagte der 24-jährige allerdings ab, da er der Sprache nicht mächtig sei und somit „viel mehr Zeit bräuchte“, um sich einzugewöhnen.

Gegen seinen ehemaligen Klub möchte Khedira den starken Trend des FCA weiter bestätigen. Mit sieben Punkten aus vier Spielen grüßen die bayerischen Schwaben vom fünften Rang der Rückrundentabelle und sind punktgleich mit dem kommenden Gegner. „Es waren drei gute Jahre in Leipzig. Aber für mich geht es nur darum, das Spiel zu gewinnen“, erklärte Khedria. Trainer Baum blies ins gleiche Horn: „Wir wollen in Leipzig mit genauso viel Leidenschaft und Herz Gas geben wie gegen Frankfurt.“