Kiel überrascht, Darmstadt enttäuscht

In der 2. Bundesliga haben sich in der Hinrunde mit Fortuna Düsseldorf, Holstein Kiel und dem 1. FC Nürnberg drei Aufstiegsfavoriten herauskristallisiert. Darmstadt 98 hingegen sucht man in der oberen Tabellenhälfte vergebens.

Am letzten Spieltag eroberte Fortuna Düsseldorf dank eines 1:0-Auswärtserfolgs in Braunschweig die Tabellenspitze zurück. Zuvor war die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel sechs Ligaspiele in Folge sieglos geblieben. Nach 18 Spieltagen können die Rheinländer 34 Punkte vorweisen. Dahinter lauern mit einem Zähler Abstand die Mannschaften aus Kiel und Nürnberg. Das Führungstrio hat es in den letzten Wochen geschafft, sich vom Verfolgerfeld etwas abzusetzen.

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Holstein Kiel ist zweifelsohne die größte Überraschung der laufenden Saison. Nach zwei sieglosen Partien zum Auftakt legte der Aufsteiger eine beeindruckende Serie hin. In neun Ligaspielen (acht Siege, eine Niederlage) fuhren die „Störche“ 24 Punkte ein und kletterten dadurch auf Rang zwei. Die zwischenzeitliche Tabellenführung verloren die Norddeutschen vor der Winterpause. Zuletzt blieb die Mannschaft von Coach Markus Anfang fünf Mal in Folge ohne Sieg. Mit 37 erzielten Treffern stellt Kiel die torgefährlichste Offensive der Liga.

Nürnberg stellt besten Torjäger

Den besten Torjäger haben die Franken in ihren Reihen. Mikael Ishak erzielte in 18 Ligaspielen zwölf Tore und bereitete zudem fünf weitere vor. Im Kampf um die Aufstiegsplätze gilt der 24-jährige Mittelstürmer als großer Hoffnungsträger. Der FC Ingolstadt 04 (4., 28 Punkte) und der 1. FC Union Berlin (6., 26 Punkte) wollen bei der Vergabe der Aufstiegsplätze ebenfalls noch ein ernstes Wörtchen mitreden.

Jahn Regensburg und der MSV Duisburg wussten in der Hinrunde ebenfalls zu überraschen. Beide Mannschaften überwintern in der oberen Tabellenhälfte. Enttäuschend lief es bislang für Eintracht Braunschweig. Im Sommer verpassten die Niedersachsen in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg den Aufstieg denkbar knapp. Aktuell findet sich die Mannschaft von Torsten Lieberknecht im Abstiegskampf wieder. Mit 22 Punkten belegt der deutsche Meister von 1967 nur Rang 14.

Darmstadt im freien Fall

Der SV Darmstadt 98 wurde im Sommer von vielen als Aufstiegskandidat gehandelt. Nach einem vielversprechenden Start sind die „Lilien“ mittlerweile auf Rang 16 abgerutscht. Keines der letzten zwölf Ligaspiele entschied der Absteiger für sich. Nach dem 17. Spieltag zogen die Verantwortlichen die Reißleine und stellten Trainer Torsten Frings frei. Als Nachfolger präsentierten die Hessen Dirk Schuster, der bis Sommer 2016 auf der Darmstädter Trainerbank saß. Mit dem Rückkehrer soll der Tabellenkeller schnellstmöglich verlassen werden.

Am Tabellenende überwintert mit zwölf Punkten der 1. FC Kaiserslautern. Angesichts von sieben Zählern Rückstand zum Relegationsplatz dürfte der Klassenerhalt nur noch schwer zu realisieren sein. Übungsleiter Jeff Strasser hofft auf drei bis vier Neuzugänge, die dabei mithelfen sollen, den Abstieg in die Drittklassigkeit zu verhindern.