Klostermann will sich für Löw empfehlen

Lukas Klostermann weilt derzeit bei der deutschen U21-Nationalmannschaft, die gegen Israel (22.3., 19 Uhr) und den Kosovo (27.3., 19 Uhr) um die Teilnahme an der Europameisterschaft kämpft. Sowohl beim DFB-Nachwuchs als auch bei RB Leipzig gehört der 21-Jährige zu den Leistungsträgern.

In der vergangenen Saison fiel Klostermann die komplette Rückrunde mit einem Kreuzbandriss aus, in dieser Saison gehört der Rechtsverteidiger wieder zu den Stammspielern in Leipzig. Nachdem Marcel Halstenberg sich zu Beginn der Rückrunde ebenfalls das Kreuzband riss, muss der U21-Nationalspieler seitdem des Öfteren auch auf der linken Seite einspringen. Für Klostermann ist das aber kein Problem, wie er im Kicker-Interview erklärte. „Mir ist es nur wichtig, dass ich spiele. Es schadet ja auch nicht, auf beiden Seiten spielen zu können“, stellte der Abwehrspieler klar.

- Anzeige -

Beim 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern München stand er zuletzt nicht im Kader, aber auch damit kann Klostermann umgehen. Seine Nicht-Nominierung war „reine Belastungssteuerung“, teilte er mit. Auch für den kleinen Leistungsabfall im Vergleich zur Vorsaison, als RB Vizemeister wurde, hat der junge Außenverteidger eine Erklärung. „In unserer ersten Bundesliga-Saison kannten viele unseren Stil noch nicht. Aber auch diese Saison spielen wir ordentlich, auch wenn wir vor dem Sieg gegen die Bayern den einen oder anderen Punkt haben liegen lassen. Trotzdem sind wir nach oben hin noch in Schlagdistanz“, machte Klostermann deutlich und fügte an: „Auf Frankfurt haben wir nur zwei Punkte Rückstand.“

A-Nationalmannschaft ist das große Ziel

Vor seiner Verletzung galt der Leipziger schon als Kandidat für die rechte Abwehrseite bei Joachim Löw. Das Ziel hat er auch weiterhin vor Augen. „Natürlich wünsche ich mir, auch mal in die A-Nationalmannschaft berufen zu werden“, erklärte Klostermann. „Aber das geht nur, wenn ich mich im Verein und in der U21 empfehle. Das versuche ich Woche für Woche und hoffe, dass der Wunsch irgendwann in Erfüllung geht.“ Den verpassten Erfolgen bei der U21-EM oder dem Confed Cup im letzten Sommer trauert der frühere Jugendspieler des VfL Bochum ebenfalls nicht mehr nach, schließlich sei er noch jung und habe hoffentlich noch viele Jahre vor sich. Klostermann ist sich sicher: „Es wird noch viele Turniere geben.“

Mit der U21 trifft er in der EM-Qualifikation am Donnerstagabend auf Israel und fünf Tage später auf den Kosovo. Im Hinspiel gegen Israel traf der Verteidiger beim 5:2-Sieg zum zwischenzeitlichen 2:1. Der Spielverlauf war damals deutlich knapper als es das Ergebnis wiedergibt. Nach dem Ausgleich in der 73. Minute fielen die Treffer drei, vier und fünf erst in der Schlussphase der Partie. So eng soll es dieses Mal nicht werden. „Wir wollen von vornherein dominanter sein als im Hinspiel und die Partie früher entscheiden“, betonte der RB-Profi. Am Dienstag gegen den Kosovo wollen Klostermann & Co. „zielstrebiger agieren als im Hinpsiel“. Damals tat sich die Elf von Stefan Kuntz sehr schwer und gewann nur knapp mit 1:0. Ohnehin wolle Klostermann mit der U21 „nach Möglichkeit kein Qualifikations-Spiel mehr verlieren.“