Köllner sieht alle Schwerpunkte erfüllt

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Zehn Tage lang hatte der 1. FC Nürnberg seine Zelte in Natz-Schabs in Südtirol aufgeschlagen. Am vergangenen Sonntag traten die Franken die Heimreise an. Das Fazit zum Trainingslager fiel sowohl in der sportlichen Führung als auch beim Cheftrainer durchweg positiv aus.

Untergebracht war die Mannschaft während ihres Aufenthalts im Hotel Seehof Nature Retreat. „Wir waren im letzten Jahr erstmals hier und sahen uns damals bestätigt in unserer Wahl“, sagte Sportvorstand Andreas Bornemann. „Wir haben uns in diesem Jahr hier nicht weniger wohlgefühlt. Die Bedingungen waren optimal.“ Fußballerisch war Coach Michael Köllner mit einigen Schwerpunkten angereist. „Wir hatten uns vorgenommen, hier an unseren zwei Systematiken zu arbeiten, am Konterspiel und unseren Standards zu feilen, die Integration unserer neuen Spieler voranzutreiben und unseren ohnehin schon sehr guten Teamspirit weiter zu stärken“, erklärte der 48-Jährige. „All das ist uns hier gelungen.“

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Köllner ließ seine Profis mit Ausnahme eines freien Nachmittags täglich zwei Einheiten absolvieren. „Eine gute Fitness zu haben, wird für uns ein Eckpfeiler in dieser Saison sein. Wir haben in diesem Bereich bislang gut gearbeitet. Aber wir müssen die komplette Saison über dranbleiben“, meinte der Übungsleiter. Ein Resultat freute den Trainer besonders: „Wir haben mehr Tempo in unser Spiel bringen können.“ Der „Club“ absolvierte zwei Testspiele: Zunächst besiegten die Nürnberger den TSV 1860 Rosenheim mit 4:1, zuletzt unterlagen sie dem FC Bologna mit 0:1. „Das Ergebnis ärgert mich schon. Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, hat mir aber gefallen und zeigt mir, dass wir auf einem guten Weg sind“, meinte Köllner.

„Dritte Einheit für Herz, Geist und Seele“

Der große Wermutstropfen war die Verletzung von Innenverteidiger Ewerton. Der Brasilianer zog sich einen Syndesmosebandanriss zu und fällt mindestens sechs Wochen aus. „Die Verletzung von Ewerton war der einzige kleine Makel des Trainingslagers“, konstatierte Köllner. Patrick Erras (Magen-Darm-Infekt), Eduard Löwen (muskuläre Probleme) sowie Sebastian Kerk, Edgar Salli und Georg Margreitter (alle Erkältung) hatten zwischenzeitlich ebenfalls kürzertreten müssen, sind aber mittlerweile allesamt genesen.

Auch die teaminterne Stimmung sollte in Südtirol nicht zu kurz kommen. Neben einem Ziplining-Ausflug und dem gemeinsamen Besuch eines Dorffests setzte Köllner dabei auf Kommunikation: „Wenn man sich mit den Spielern unterhalten hat, bekam man stets den Eindruck, dass wir hier gut unterwegs waren, was die Stimmung im Team angeht.“ Eine „dritte Einheit für Herz, Geist und Seele“ nannte der Coach die abendlichen Einzel- oder Gruppengespräche. „Ein guter Teamspirit ist aus unserer Sicht die Basis für alles“, meinte Köllner.