Kohfeldt fordert Erfolgserlebnis vor der Länderspielpause

Der SV Werder Bremen hat sich in den letzten Wochen ein Fünf-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz erarbeitet. Dennoch forderte Trainer Florian Kohfeldt seine Mannschaft im Vorfeld des Auswärtsspiels beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr) auf, weiterhin nicht nachzulassen.

„Die Situation ist nach wie vor trügerisch. Wir tun gut daran, weiterhin konstant zu punkten, um uns vom Relegationsplatz zu entfernen. Es wäre wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen“, meinte Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Mit den Auftritten der letzten Partien zeigte sich der Bremer Übungsleiter zufrieden und erhoffte sich weiterhin Konstanz. „Die Mannschaft hat in den letzten Druckspielen Lösungen gefunden, auch welche, die vorher nicht besprochen waren. Wir sind da kompletter geworden und haben uns nicht nur aufs Spielerische verlassen“, lobte der 35-Jährige den Fortschritt seiner Profis.

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Das Hinspiel gegen die Fuggerstädter ging mit 0:3 verloren und bedeutete das Ende von Ex-Coach Alexander Nouri und den Beginn der Ära Kohfeldt. „Das Hinspiel war unser schlechtestes Spiel der Saison. Wir wollen das Spiel diesmal bestimmen, aktiv sein und nicht reagieren. Das haben wir immer besser umsetzen können und wollen wir noch verbessern“, stellte Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein klar. Trotz aller Euphorie ob der zuletzt guten Leistungen sprach Kohfeldt auch einige warnende Worte: „Der FC Augsburg punktet schon konstant über die gesamte Saison. Das ist für mich ein Zeichen von Qualität und Stabilität.“

Bargfrede und Jóhannsson zurück im Teamtraining

Fünf Zähler trennen die Grün-Weißen mittlerweile vom Relegationsplatz, die tabellarische Situation der Bremer hat sich entspannt. Dennoch sei dieser Vorsprung noch lange kein Grund, sich auszuruhen. „Wir fangen nicht an zu rechnen. Es ist immer noch eine gefährliche Situation. Wir sollten unsere Siege so schnell wie möglich einfahren“, forderte Eggestein. Der 21-Jährige soll mit seinen ansprechenden Leistungen das Interesse anderer Vereine geweckt haben. „Ich fühle mich extrem wohl hier und keiner muss sich sorgen, dass ich im Sommer wechsle“, betonte der U21-Nationalspieler.

Gute Neuigkeiten gab es auch von zwei zuletzt fehlenden Spielern. Philipp Bargfrede und Aron Jóhannsson kehrten am Donnerstagnachmittag auf den Trainingsplatz zurück und nahmen an der Teameinheit teil. „Dennoch müssen wir immer noch die Nacht vor dem Spieltag und das Aufwärmen in Augsburg abwarten“, dämpfte Kohfeldt die Freude ein wenig. In Augsburg definitiv ausfallen wird Jérôme Gondorf, der kürzlich am Blinddarm operiert worden war. „Es geht ihm besser. Jérôme ist nun wieder zuhause, ruht sich aus und lässt sich pflegen. Das Ziel ist es, dass er gegen Frankfurt (1. April; Anm. d. Red.) wieder zur Verfügung steht“, berichtete Kohfeldt.