Kohfeldt fordert Mut und Geduld in Leverkusen

Nach der Bundesliga kommt nun auch der DFB-Pokal aus der Winterpause. Im Viertelfinale am Dienstag (20.45 Uhr) gastiert der SV Werder Bremen bei Bayer 04 Leverkusen. Cheftrainer Florian Kohfeldt sprach im Vorfeld der Partie über die angestrebte Vorgehensweise und gab seinem Kapitän eine Startelfgarantie.

„Bayer hat zurecht noch mehr die Attitüde einer Spitzenmannschaft als beim letzten Aufeinandertreffen. Wir werden wieder Mut und Geduld brauchen. Wir wollen anders als in der Liga (0:1; Anm. d. Red.) natürlich gewinnen“, stellte Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Montag klar. Der 35-Jährige weiß um die Stärken des kommenden Gegners und hat einen Plan, diesen entgegen zu treten. „Leverkusen ist auf beiden Flügeln sehr gut besetzt. Wir müssen ihre Verlagerungen und ihr Tempo unterbinden und verhindern, dass Spieler wie Leon Bailey ins Laufen kommen“, forderte der Werder-Coach. Die Norddeutschen waren in bislang sechs Duellen im DFB-Pokal stets als Endstation für Bayer aufgetreten. Für Kohfeldt spielt diese Statistik allerdings im Hinblick auf das anstehende Spiel keine Rolle.

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Der Last-Minute-Erfolg beim FC Schalke 04 (2:1) am vergangenen Wochenende dagegen könnte den Bremern in die Karten spielen. „Der Sieg hat uns sehr gut getan, gerade nach den letzten Wochen. Er wird uns helfen, um den Weg weiterzugehen, über spielerische Elemente zum Erfolg zu kommen. Darin hat er uns bestärkt“, meinte Kohfeldt, betonte aber, dass sich seine Mannschaft auf diesem Erfolg nicht ausruhen könne. Auch ist dem Bremer Übungsleiter bewusst, dass der DFB-Pokal ein ganz anderer Wettbewerb als die Liga ist: „Im DFB-Pokal gibt es nur ein Spiel, für ein Team gibt es kein danach mehr. Es gibt nur einen Gewinner. Ich glaube, das liegt uns, auch von der Mentalität her. Ich mag das.“

Baumann bereitet Vertragsangebot für Junuzović vor

Dabei wird Kohfeldt vermutlich erneut auf Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede verzichten müssen, der schon in Gelsenkirchen wegen einer Fußverletzung ausgefallen war. „Die Chancen auf einen Einsatz von Philipp sind nun etwas höher, aber wir werden nichts Unvernünftiges tun. Ich würde eher sagen, dass er nicht mitfährt“, konstatierte der Trainer der Grün-Weißen. Bis auf die langzeitverletzten Spieler seien ansonsten alle Profis fit. Seine Überlegungen hinsichtlich der Bremer Startelf wollte Kohfeldt bis auf eine Ausnahme noch nicht teilen: „Wir haben die Möglichkeit zu rotieren, aber wir können auch fast mit der Schalke-Startelf beginnen. Es gibt eine Ausnahme: Zlatko Junuzović wird auf jeden Fall von Anfang an spielen.“

Der Österreicher hatte beim FC Schalke 04 zunächst nur auf der Bank gesessen, nach seiner Einwechslung allerdings das umjubelte 2:1-Siegtor erzielt. Dieser Treffer könnte nun auch Bewegung in die zuletzt stockenden Vertragsverhandlungen zwischen Spieler und Verein bringen. Der Kontrakt des Spielführers läuft zum Saisonende aus. Im Sommer letzten Jahres waren Gespräche über eine Verlängerung gescheitert. Nun bereitet Geschäftsführer Frank Baumann ein neues Angebot vor. Wie die Bild berichtet, wohl zu schlechteren und deutlich leistungsbezogeneren Konditionen. „Es ist nicht die angenehmste Situation. Du denkst schon immer wieder daran. Mir liegt von Werder derzeit nichts vor. Aber natürlich ist jedes Spiel auch immer eine Chance, sich zu zeigen“, sagte Junuzović selbst zu seiner Situation.