Kohfeldt fordert weiterhin Fokus auf den Klassenerhalt

Mit einem Sieg über Eintracht Frankfurt am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) könnte der SV Werder Bremen dem sicheren Klassenerhalt einen großen Schritt entgegentreten. Die Verantwortlichen der Grün-Weißen waren im Vorfeld der Partie allerdings sehr darauf bedacht, die Konzentration auch weiterhin hoch zu halten.

„Tabellarisch ist es immer noch eine extrem gefährliche Situation. Solange nichts entschieden ist, werde ich das Thema nicht beiseite schieben und dafür sorgen, dass es die Mannschaft auch nicht tut“, stellte Trainer Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz am Donnerstag klar. Acht Punkte beträgt der Vorsprung der Bremer auf den Relegationsplatz derzeit. „Wir sind definitiv noch nicht gerettet. Das ist unser erstes Ziel. Alles andere ist Humbug“, betonte auch Geschäftsführer Frank Baumann deutlich. Vor dem anstehenden Gegner hat man in Bremen großen Respekt. „Dass sie über die gesamte Saison punkten, ist ein Zeichen, dass sie über hohe Qualität verfügen“, meinte Kohfeldt über die „Adler“ aus Frankfurt.

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Besonders vor der aggressiven und fordernden Art und Weise der Hessen warnte der Übungsleiter sein Team: „Das sehr aggressive Pressing ist ein Markenzeichen der Eintracht. Sie schieben die äußeren Mittelfeldspieler sehr hoch, haben gute Umschaltsituationen. Ihr Spiel auf Kevin-Prince Boateng zu reduzieren, würde dem Team nicht gerecht werden.“ Doch der 35-Jährige lobte im selben Zuge auch die eigenen Spieler, die sich unter seiner Leitung aus dem Tabellenkeller befreit hatten. „Ich war überzeugt, dass egal wie schwierig die Situation war, der Kader die Qualität hat, sich da herauszuarbeiten. Kompliment an die Mannschaft“, lobte Kohfeldt.

Nur Gondorf ist für Frankfurt noch fraglich

Neben der aktuellen sportlichen Situation beschäftigen sich die Zuständigen hinter den Kulissen auch schon mit der Zukunft Werders. Insbesondere der Posten des Technischen Direktors, auf den Ex-Trainer Thomas Schaaf der große Favorit ist, steht derzeit im Fokus. „Ich würde mich über einen Austausch freuen. Er wäre fachlich und von der Persönlichkeit für uns alle ein großer Gewinn“, meinte Kohfeldt über eine mögliche Zusammenarbeit mit Schaaf. Zum 1. Juli soll die Stelle besetzt sein. Ende April wollen die Norddeutschen bereits „einen Schritt weiter sein“, erklärte Baumann.

Aktuell ist Philipp Bargfrede noch Profi in Bremen, nach seiner Karriere könnte aber auch er eine leitende Funktion bei Werder annehmen. Am Montag hatte der 29-Jährige seinen Vertrag an der Weser verlängert. Mit integriert in das neue Arbeitspapier ist auch ein Anschlussvertrag, der es ihm ermöglicht, nach seiner aktiven Karriere in verschiedene andere Abteilungen zu blicken. „Ich habe mir Gedanken gemacht und wollte in andere Bereiche bei Werder reinschauen“, sagte Bargfrede. Personell ist die Situation bei den Grün-Weißen derweil gut. Miloš Veljković, der angeschlagen zur serbischen Nationalmannschaft gereist war, ist wieder fit. Einzig Mittelfeldspieler Jérôme Gondorf, der sich vor gut zwei Wochen einer Blinddarm-Operation unterzogen hatte, ist für das Spiel gegen die Eintracht noch fraglich.