Kohfeldt kann Ärger über den Schiedsrichter verstehen

Der SV Werder Bremen konnte am Mittwochabend im DFB-Pokal-Achtelfinale den SC Freiburg mit 3:2 bezwingen. Die Norddeutschen stehen damit im Viertelfinale und bescherten den eigenen Fans einen erfolgreichen Jahresabschluss. Dementsprechend positiv war auch die Bremer Gefühlswelt nach der Partie.

Spieler wie Verantwortliche waren sich nach Abpfiff einig: Die Anfangsphase war stark, das Zittern gegen Ende des Spiels hätte vermieden werden können. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben die erste Phase perfekt mitgenommen. Wir waren für mich fast über die gesamten 90 Minuten die bessere Mannschaft, haben aber viele Chancen nicht genutzt“, lobte Chefcoach Florian Kohfeldt. „Und am Ende gipfelte es in einer ähnlichen Situation wie am Samstag, das hätte nicht sein müssen. Aber heute haben wir gewonnen, das ist sehr wichtig für uns und eine wichtige Botschaft.“

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Der 35-Jährige lenkte den Fokus allerdings schnell auf die Vorbereitung zur Rückrunde und den Abstiegskampf, der den Grün-Weißen bevorsteht: „Wir stehen in der Liga immer noch auf einem Relegationsplatz, müssen uns sehr konzentriert auf die Rückrunde vorbereiten und weiter gierig sein.“ Auch Geschäftsführer Frank Baumann war in erster Linie froh über den positiven Ausgang der Partie. „Der Sieg fühlt sich gut an, die Mannschaft ist dran geblieben und hatte schwierige Phasen zu überstehen. Jetzt gehen wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause und dann gilt es, eine gute Rückrunde zu spielen“, meinte Baumann.

Mögliches Werder-Interesse an Höler

Der große Aufreger des Abends war das 3:1 durch Philipp Bargfrede, das aufgrund einer Abseitsposition von Jérôme Gondorf nicht hätte zählen dürfen. Gondorf hatte zwar den Ball nicht gespielt, seinen Gegenspieler Robin Koch aber aktiv geblockt. Kohfeldt zeigte Verständnis für den Ärger auf der Gegenseite: „Ich kann verstehen, dass sich die Kollegen darüber ärgern, ich hätte mich vermutlich auch geärgert. Aber in meinen Augen war das nicht die entscheidende Szene. Wir hatten vorher einige Chancen, die wir nicht genutzt haben. Wir haben verdient gewonnen.“

Derweil berichtet der Kicker, dass Werder Interesse an Stürmer Lucas Höler vom Zweitligisten SV Sandhausen haben soll. Der 23-Jährige markierte in der laufenden Saison bereits sieben Treffer und gab drei Vorlagen. Hölers Vertrag beim SVS läuft passenderweise im kommenden Sommer aus, allerdings verwies der Verein bereits auf eine Option zur Verlängerung. Der Spieler selbst würde gerne in der Bundesliga auflaufen, allerdings „am liebsten mit dem SV Sandhausen“.