Kohfeldt: Werder wieder eine Identität verleihen

Trainer Florian Kohfeldt hat am Mittwoch unterstrichen, dass er nach seiner Vertragsverlängerung bis 2021 in Zukunft nichts mehr mit dem Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga zu tun haben möchte. Der Coach will Werder stattdessen wieder eine unverwechselbare Identität verleihen.

„Wir sollten in den nächsten Jahren nicht nur darüber nachdenken, die Klasse zu halten, sondern deutlich erfolgreicher zu sein“, sagte Kohfeldt, der am Dienstag seinen neuen Kontrakt unterschrieben hatte. Ende Oktober hatte der 35-Jährige zunächst interimsweise das Amt des Cheftrainers von Alexander Nouri übernommen. In 18 Spielen unter seiner Regie holte Werder 31 Punkte in der Bundesliga und führte die Grün-Weißen aus dem Tabellenkeller in das gesicherte Mittelfeld.

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„Basierend auf der Qualität der Spieler wollen wir eine Mentalität in das Team und den Verein bekommen, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Das ist eines der vorrangigen Ziele“, sagte Kohfeldt. Es gehe darum, „immer wieder die Gier zu haben, uns weiter zu entwickeln“. Max Kruse begrüßte die Verlängerung von Kohfeldt. „Die letzten Monate zeigen, was er aus der Mannschaft herausholt. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Besetzung“, sagte der 30-Jährige vor der Partie bei Hannover 96 am Freitag (20.30 Uhr). Frank Baumann warnte derweil vor zu schneller Zufriedenheit: „Wir haben unsere Situation deutlich verbessert, sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir dürfen nicht nachlassen.“

Geldstrafe nach Spielunterbrechung durch Anhänger

Negative Schlagzeilen machte ein Anhänger der Hanseaten am 11. Februar beim Ligaspiel gegen den VfL Wolfsburg (3:1), als er in der elften Minute auf das Spielfeld gelaufen war. Daraufhin wurde das Spiel für etwa eine Minute unterbrochen. Werder Bremen muss wegen unsportlichen Verhaltens eine Geldbuße in Höhe von 3.000 Euro zahlen. Zu dieser Strafe verurteilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den Tabellenzwölften.

(sid)