Kommt der Käpt’n im Sommer zurück?

Weltmeister Benedikt Höwedes schloss sich im vergangenen Sommer leihweise Juventus Turin an. Im Juli könnte der Innenverteidiger zu seinem Stammverein Schalke 04 zurückkehren. Und würde sich dann unterordnen müssen.

Im Sommer 2017 geschah das, was viele Fans der „Knappen“ lange fürchteten: Höwedes wechselte den Verein. Schon oft hatte der ehemalige Kapitän der Königsblauen angekündigt, sich einen Transfer in die Premier League vorstellen zu können. Letztendlich allerdings wurde es die italienische Serie A, genauer gesagt Juventus Turin. Nachdem Neu-Trainer Domenico Tedesco dem Innenverteidiger das Amt des Kapitäns nahm, entschied sich dieser den Schritt nach Südeuropa zu gehen und sein Glück bei Juventus, einem europäischen Top-Klub, zu suchen.

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Gefunden hat Höwedes dieses noch nicht. Aufgrund von Verletzungen lief er nur ein einziges Mal für die Italiener auf. Mit der Folge, dass die im Leihvertrag verankerte Kaufpflicht nicht mehr greifen kann. Diese wäre ab 25 Pflichtspiel-Einsätzen in Kraft getreten. Da Höwedes diese Zahl bei Weitem nicht erreichen wird, steht eine Rückkehr nach Schalke im Raum. Zwar betonte der Abwehrspieler zuletzt, dass er sich einen Verbleib in Italien sehr gut vorstellen kann, das letzte Wort jedoch hat Juventus. Und ob der Verein bei den wenigen Minuten, in denen sich Höwedes präsentieren konnte, überzeugt ist, mag bezweifelt werden.

Höwedes müsste sich unterordnen

Auf Schalke indes hat sich das Bild inzwischen verändert. Mit Naldo hat S04 einen neuen Abwehrchef gefunden, Torhüter Ralf Fährmann füllt das Amt des Kapitäns mehr als würdig aus. So würde Höwedes in einer neuen Rolle zu seinem Stammverein zurückkehren. Der einstige Spielführer wäre sicher weiterhin ein wichtiger Ansprechpartner bei den „Knappen“, die Rangordnung allerdings wäre eine andere. Ob sich Höwedes nach den Geschehnissen im vergangenen Sommer mit dem „neuen Schalke“ und Trainer Tedesco anfreunden könnte, ist nur schwer zu beurteilen.

Sportlich gesehen würde eine Rückkehr jedoch sowohl für Höwedes als auch für Schalke Sinn machen. In Tedescos defensiver Grundordnung würde der Innenverteidiger wohl seinen Platz in der Dreierkette finden, zumal der Vertrag von Thilo Kehrer im Sommer 2019 ausläuft und nach aktuellem Stand nicht verlängern wird. Auch um Matija Nastasić ranken sich immer wieder Transfergerüchte. Bei einem Abgang der beiden Stamm-Innverteidiger wäre Höwedes erst Recht eine Verstärkung. Und selbst wenn nicht, bleibt er eine absolute Identifikationsfigur für die Fans.