Kovač: „Der Supercup ist für mich ein wichtiger Titel“

Foto: Sebastian Widmann/Getty Images

Bayern-Trainer Niko Kovač ist vor dem Duell mit seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt im Supercup-Finale am Sonntag (20.30 Uhr) heiß auf den ersten Titel. Lediglich der Einsatz von Mittelfeldspieler James ist fraglich.

„Es ist absolut ein besonderes Spiel. Ich komme wieder zurück, wo ich vor kurzen noch war und zweieinhalb wunderschöne Jahre hatte“, sagte Kovač – und grinste noch breiter als gewöhnlich. Doch bei aller Gefühlsduselei: Der 46-Jährige will nach sechs intensiven Vorbereitungswochen mit aller Macht seine erste Trophäe mit dem deutschen Rekordmeister gewinnen – ohne Rücksicht auf seine Eintracht. „Wir haben den ersten Titel zu verteidigen. Den wollen wir unbedingt holen. Das ist ein wichtiger Titel“, sagte der Kroate bestimmt.

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Wie der Empfang in seiner alten Heimat sein wird, wisse er nicht, sagte Kovač. Er gehe aber „davon aus, dass die Fans die gemeinsame Zeit nicht vergessen haben. Es war eine schöne Zeit. Mit dem Pokalsieg haben wir alles richtig gemacht.“ Sollte es dennoch Pfiffe gegen ihn geben? „Okay, so ist das Leben.“ Personell kann Kovač fast aus dem Vollen schöpfen und will „auf jeden Fall auch Spieler einsetzen, die etwas später dazugekommen sind“. James hatte im Test am Mittwoch gegen den Zehntligisten FC Rottach-Egern (20:2) einen Schlag auf das Sprunggelenk bekommen und fehlte am Freitag im Training. Sein Einsatz ist noch ungewiss.

Boateng „eine Alternative für das Wochenende“

Jérôme Boateng sei gesund und auch „eine Alternative für das Wochenende“, erklärte Kovač. Zu den weiterhin schwebenden Wechselgerüchten um den Weltmeister von 2014 sagte der Bayern-Trainer nichts Neues. Dass sich dessen Mitspieler wie etwa Arjen Robben oder Franck Ribéry in den letzten Tagen vehement gegen einen Transfer des Innenverteidigers ausgesprochen hatten, wertete Kovač als gutes Zeichen. „Das zeigt, dass es in der Mannschaft stimmt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Saison als Team positiv gestalten“, sagte er.

Der Innenverteidiger darf den deutschen Rekordmeister dem Vernehmen nach bei einem passenden Angebot noch in diesem Sommer verlassen. Vor allem der französische Spitzenklub Paris Saint-Germain mit Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel buhlt um Boateng. Als Ablöse sind mindestens 50 Millionen Euro vonnöten. Hasan Salihamidžić gab sich am Mittwochabend nach dem lockeren Testspiel gegen Rottach-Egern recht schmallippig, als es um Boateng ging. „Darüber rede ich nicht“, sagte der Sportdirektor. Wenn es etwas mitzuteilen gebe, dann werde er es schon mitteilen. Boateng fehlte beim munteren Kick, er habe, mutmaßte Salihamidžić, wohl leichte Beschwerden an der Patellasehne. Schon am Folgetag war davon nichts mehr zu sehen.

(cbe/sid)