Langkamp fordert mehr Effizienz vor dem Tor

Der SV Werder Bremen gastiert am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Schalke 04. Mit drei Punkten in Gelsenkirchen könnten die Bremer auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz klettern. Neuzugang Sebastian Langkamp sprach vor dem Spiel über seinen Wechsel, Cheftrainer Florian Kohfeldt gab die Marschroute vor.

„Ich bin stolz, jetzt bei Werder zu sein“, stellte der Innenverteidiger auf der Pressekonferenz am Donnerstag klar. Der 30-Jährige war am Mittwoch kurz vor Ende der Transferperiode von Hertha BSC verpflichtet worden. „In den letzten Wochen habe ich bei Hertha nicht mehr so viel Spielzeit bekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Nach Bremen wurde der erste Kontakt hergestellt und dann in 48 Stunden intensiviert. Ich bin froh, dass mir das Vertrauen geschenkt wird.“ Langkamp weiß bereits ziemlich genau, wo die Probleme seines neuen Vereins liegen. „Ich habe die Spiele von Werder geschaut. Das war ein überzeugendes Auftreten mit spielerischer Klasse. Aber das ist die Krux an der Situation. Wir müssen an der Effizienz vor dem Tor arbeiten“, analysierte der Defensivakteur.

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Den unbedingten Anspruch, direkt am kommenden Spieltag in der Anfangsformation stehen zu müssen, hat der Ex-Herthaner nicht. Dennoch sieht ihn Trainer Kohfeldt durchaus in dieser Rolle. „Er ist auf gar keinen Fall ein reiner Ersatz. Er sollte klare Ambitionen haben, zur Startelf zu gehören. Er kann aber auch damit umgehen, wenn dem nicht so ist“, meinte der Bremer Übungsleiter. Auch Kohfeldt weiß im Hinblick auf die kommende Partie in Gelsenkirchen, wo der Schuh bei seiner Mannschaft drückt: „Ich würde nicht sagen, dass wir mit zu wenig Konsequenz vor dem Tor agieren. Wir müssen in den entscheidenden Momenten in den Spielen besser zupacken.“

Kohfeldt: „Jetzt ist Abstiegskampf“

Auf die anstehende Partie hatte Kohfeldt daher seine Spieler nochmal extra eingeschworen. „Ich habe verdeutlicht: ‚Jetzt ist Abstiegskampf‘. Wir blenden die Situation nicht aus, aber alle arbeiten sehr konsequent und fokussiert darauf hin, über das Spielerische zu Punkten zu kommen“, erläuterte der 35-Jährige. Allerdings weiß er auch, wie schwierig die Umsetzung dessen beim Tabellendritten werden dürfte: „Das wird nicht einfach gegen S04, gar keine Frage. Schalke spielt ein hohes Pressing, um den Ball früh zu erobern. Sie haben zwei Achter, die gute Eins-gegen-eins-Situationen und Tiefenläufe erzeugen. Außerdem haben sie auch gute Strafraumstürmer.“

Personell kann Kohfeldt nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme von Ole Käuper und den langzeitverletzten Fin Bartels sowie Michael Zetterer konnten alle Profis am Mannschaftstraining am Donnerstagnachmittag teilnehmen. Außerdem kündigte der Werder-Coach an, dass Neuzugang Milot Rashica bei den „Knappen“ im Kader stehen und möglicherweise bereits von Beginn an spielen wird. Bei dieser Gelegenheit lobte Kohfeldt seinen neuen Offensivspieler auch gleich. „Er ist ein sehr bodenständiger Typ. Ich habe das Gefühl, dass er jemand ist, der sehr hart an sich arbeitet und weiß, wo er herkommt“, sagte der gebürtige Siegener über den Kosovaren.