Leipzig bringt 3:2 in Hannover über die Zeit

Vizemeister RB Leipzig bleibt mittendrin im Kampf um die Champions League-Plätze. In Hannover gewannen die Sachsen am Samstagnachmittag mit 3:2 (1:0) und mussten dabei am Ende ordentlich zittern.

96-Trainer André Breitenreiter wechselte im Vergleich zum 0:1 in Dortmund nur einmal das Personal: Aufstiegsheld Martin Harnik verdrängte Niclas Füllkrug auf die Reservebank. Ralph Hasenhüttl hingegen brachte nach dem 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern gleich fünf neue Spieler: Willi Orban, Bernardo, Emil Forsberg, Timo Werner und Jean-Kévin Augustin starteten anstelle von Dayot Upamecano, Kevin Kampl, Marcel Sabitzer, Yussuf Poulsen und Stefan Ilsanker.

- Anzeige -

Die Gäste aus Leipzig präsentierten sich in den ersten Minuten als die klar spielbestimmende Mannschaft. Erste Chancen durch Bruma (5.) und Bernardo (8.) ließ RB jedoch liegen, auf der Gegenseite parierte Péter Gulácsi einen Distanzschuss von Felix Klaus (13.). Kurz darauf erzielte Forsberg die verdiente Führung für die Gäste: Nationalstürmer Werner legte vor dem Tor uneigennützig quer auf den Schweden, der nur noch einschieben musste (16.). Beim Gegentor verletzte sich zudem 96-Abwehrspieler Waldemar Anton. Für ihn kam Josip Elez in die Partie. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Hausherren mutiger, wirklich gefährliche Offensivaktionen kamen dadurch aber nicht zustande.

RB eiskalt, Füllkrug bringt Schwung

Breitenreiter brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit den offensiven Ihlas Bebou für Julian Korb ins Spiel und setzte damit ein klares Zeichen. Die Hausherren liefen die Leipziger nun wesentlich früher an als noch in der ersten Hälfte, das 0:2 aus Sicht von 96 ließ dennoch nicht lange auf sich warten. RB-Kapitän Orban verwertete eine Keïta-Flanke per Kopf ins lange Eck (54.). Hannover jedoch steckte nicht auf und spielte weiter unbeirrt nach vorne. Die Belohnung dafür gab es nach 71 Minuten: Salif Sané schraubte sich nach einer Ecke von Pirmin Schwegler in die Höhe und köpfte ins lange Eck ein (71.).

Die aufkeimende Hoffnung der Hausherren wurde jedoch nur fünf Minuten später jäh gestoppt. Der eingewechselte Poulsen stellte den alten Abstand nach Zuspiel von Werner wieder her (76.). Aber auch eine Reaktion der Niedersachsen ließ nicht lange auf sich warten: Der ebenfalls eingewechselte Füllkrug verkürzte nur kurz nach dem Gegentreffer auf 2:3 und stellte damit den alten Abstand wieder her (78.). Kurz darauf bejubelten die 96-Fans sogar den Ausgleich, Schiedsrichter Guido Winkmann bemühte jedoch den Videobeweis und stellte eine Abseitsstellung von Torschütze Füllkrug fest (85.). In den Schlussminuten zitterte sich RB zu einem 3:2-Erfolg in Hannover.