Leipzig sucht in Bremen nach der Form

Zum Abschluss des Wochenendes empfängt der SV Werder Bremen am Sonntagabend RB Leipzig im Weserstadion. Die Gäste aus Sachsen wollen sich nach zwei klaren Niederlagen wieder berappeln und die Champions League-Plätze in Angriff nehmen. Die Hausherren hoffen auf den fünften Heimsieg in Folge.

Durch die 1:2-Niederlage in Hannover ging für Werder Bremen am vergangenen Spieltag eine Serie von fünf ungeschlagenen Spielen zu Ende. Die Form der Hanseaten stimmt also grundsätzlich; die Pleite gegen die Niedersachsen war etwas überraschend. Trainer Florian Kohfeldt kritisierte anschließend indirekt die Mannschaft. „Wir sind nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen“, meinte der 35-Jährige. Dieses Problem soll es kein zweites Mal geben. „Wir werden am Sonntag da sein. Sobald wir auf dem Platz stehen, gibt es kein Zurück, sondern nur einhundert Prozent“, kündigte der Coach an. Zumindest um das Thema Abstieg muss man sich an der Weser dank der guten Rückrunde nicht mehr allzu große Sorgen machen. Gibt es keinen kompletten Einbruch, dürfte die Saison 2017/18 für den Tabellenzwölften recht unspektakulär zu Ende gehen, obwohl das Restprogramm zu den schwierigsten der Liga zählt. Neben den Langzeitverletzten fehlen den Bremern weiterhin Ludwig Augustinsson (Oberschenkelverletzung) und Aron Jóhannsson (Knöchelblessur).

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RB Leipzig steckt mitten im Kampf um die internationalen Plätze. Um die Champions League zu erreichen, muss sich das Team von Ralph Hasenhüttl im Vergleich zu den letzten Spielen allerdings deutlich steigern. In der Liga setzte es vergangenen Montag eine 1:4-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen, am Donnerstag folgte im Europa League-Viertelfinale eine 2:5-Pleite bei Olympique Marseille. Nun ist eine Reaktion gefragt. „Wir werden uns mit allem, was wir haben, wehren. Abschreiben sollte man uns nicht. Wir können kämpfen“, sagte Hasenhüttl zur schwierigen Situation nach dem Aus in der Europa League. Nach zwei englischen Wochen in Folge ist auch der Faktor Belastung zwangsläufig ein Thema in Leipzig. Es ist davon auszugehen, dass auf einigen Positionen rotiert wird, jedoch dürfte Hasenhüttl bestrebt sein, die bestmögliche Mannschaft aufs Feld zu schicken, um dem Negativtrend entgegenzuwirken. Der Ausfall von Marcel Sabitzer (Schulter), der unter der Woche seinen Vertrag bis 2022 verlängerte, schmerzt den Tabellensechsten. An seiner Stelle könnte Ademola Lookman in die Startelf rücken.

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljković, Moisander, Friedl – Bargfrede – Eggestein, Delaney – Rashica, Junuzović – Kruse

RB Leipzig: Gulácsi – Konaté, Orban, Upamecano – Klostermann, Kampl, Demme, Bruma – Werner, Lookman – Poulsen

Normalerweise läge die Favoritenrolle in dieser Partie selbstverständlich bei Vizemeister RB Leipzig. Die Sachsen wirken aber angeknockt und treffen auf eine Bremer Mannschaft, die im Weserstadion seit vergangenem Oktober nicht mehr verloren hat. Von einem Aufbauspiel für die „Roten Bullen“ kann also keineswegs die Rede sein. Der SV Werder wird keinen Zentimeter des Platzes herschenken und könnte gerade gegen Ende der Partie einen Kräftevorteil haben.