Leipzig über Berlin in den Europapokal

Hertha BSC will am letzten Spieltag gegen RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr) einen ordentlichen Saisonabschluss feiern. Damit könnte man RB gehörig die Suppe versalzen, die Leipziger kämpfen noch ums internationale Geschäft. Bei einem Sieg wäre die Europa League sicher, auch die Champions League-Qualifikation ist noch möglich.

Hertha BSC hat aufgrund der Punktverluste an den vergangenen beiden Spieltagen die letzten Hoffnungen auf einen Europapokal-Platz begraben müssen. Durch das 2:2 gegen den FC Augsburg und die verdiente 1:3-Niederlage bei Hannover 96 ist der Hauptstadtklub auf Platz zehn abgerutscht, eine bessere Platzierung ist bei vier Zählern Rückstand auf Borussia Mönchengladbach nicht mehr möglich. Vor heimischem Publikum hofft Hertha-Trainer Pál Dárdai aber auf einen versöhnlichen Saisonabschluss. „Ich will eine Mannschaft mit guter Mentalität sehen und will, dass wir die Saison mit einem Sieg beenden“, forderte er von seinen Spielern. Er wisse zwar, dass Leipzig eine „schnelle, bissige Mannschaft“ habe, „die Jungs haben aber gut trainiert, wir haben eine gute Atmosphäre im Team. Von daher bin ich zuversichtlich, was das Spiel am Samstag angeht.“ Bei der Hertha fallen Valentino Lazaro (muskuläre Probleme) und Arne Maier (Pfeiffersches Drüsenfieber) aus. Ob Mitchell Weiser, der zur neuen Saison nach Leverkusen wechselt, zum Einsatz kommt, ließ Dárdai offen.

- Anzeige -

RB Leipzig hat rechtzeitig zum Saisonfinale wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach fünf Spielen ohne Sieg (vier Niederlagen, ein Remis) konnten die „Roten Bullen“ am 33. Spieltag den VfL Wolfsburg mit 4:1 schlagen. Durch den Sieg hat RB sich die Chance erhalten, noch Platz vier und somit die Champions League-Qualifikation zu erreichen. Dafür muss Leipzig aber in Berlin gewinnen und gleichzeitig müssen Hoffenheim (gegen Dortmund) und Leverkusen (gegen Hannover) verlieren. Mit einem Auswärtserfolg hätte die Elf von Trainer Ralph Hasenhüttl auf jeden Fall einen Platz im internationalen Geschäft sicher. „Wir brauchen nicht so viel auf andere Plätze schauen. Wenn wir gewinnen, sind wir international dabei. Wir haben es selbst in der Hand“, sagte er am Donnerstag. Der Österreicher sieht die Hertha vor allem in der Defensive stark, auch wenn sie zuletzt ein paar Schwankungen in ihren Ergebnissen hatte. Gegen die „Alte Dame“ kehren Naby Keïta und Willi Orban nach ihren abgesessenen Sperren zurück ins Team, Yussuf Poulsen, Ademola Lookman und Dominik Kaiser sind noch leicht angeschlagen.

Hertha BSC: Jarstein – Pekarík, Stark, Rekik, Plattenhardt – Lustenberger, Skjelbred – Leckie, Darida, Kalou – Selke

RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Orban, Upamecano, Bernardo – Demme, Keïta – Kampl, Bruma – Augustin, Werner

Hertha BSC hat gegen Leipzig nichts zu verlieren und kann dementsprechend befreit aufspielen. Das könnte Kräfte freisetzen. Leipzig wird an die Grenzen gehen müssen, um etwas aus Berlin mitnehmen zu können.