Löw gewinnt „viele wichtige Erkenntnisse“

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trennte sich am Freitagabend mit 1:1 (1:1) von Spanien. Im Test, mit dem Bundestrainer Joachim Löw zufrieden war, blieb die DFB-Auswahl zum 22. Mal in Folge ungeschlagen und kann am Dienstag (20.45 Uhr) gegen Brasilien ihre Bestmarke einstellen.

Diese liegt aktuell bei 23 Spielen. Von Oktober 1978 bis Dezember 1980 blieb die deutsche Elf noch ein Mal mehr ohne Niederlage als aktuell. Für Löw zählten aber viel mehr die „vielen wichtigen Erkenntnisse“, die er gegen Spanien sammeln konnte, wie er im Anschluss betonte. „Beide Mannschaften haben aber Luft nach oben, man will ja auch nicht immer alles zeigen“, sagte er. Den Iberern traut der Bundestrainer zu, bei der Weltmeisterschaft eine entscheidende Rolle spielen zu können. „Spanien ist in Europa absolut top“, betonte er.

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Für die eigenen Auftritte bei der WM brachte Löw der Test am Freitag wichtige Einblicke. „Man muss hinten fast Mann gegen Mann spielen, damit man solch eine passstarke Mannschaft vorne unter Druck setzen kann. Das Risiko war es uns wert, auch wenn wir es nicht immer geschafft haben“, gab er einen Einblick. Er rechne damit, dass auch andere Mannschaften gegen die DFB-Auswahl hoch zustellen werden. So zum Beispiel Frankreich oder Argentinien. Sehr positiv sieht Löw das eigene Passspiel. Deutschland sei in der Lage, „auch die Spanier laufen zu lassen“. „Daran sieht man, wie wir uns entwickelt haben“, sagte der Übungsleiter.

Auszeichnung für Kimmich

Im Test gegen Brasilien wird es laut Löw Umstellungen geben. So werden Marvin Plattenhardt, İlkay Gündoğan und Leroy Sané wohl von Beginn an spielen. Auch Sebastian Rudy wird dann wieder zur Verfügung stehen. Dessen Frau hat das gemeinsame Kind inzwischen zur Welt gebracht, sodass der Bayern-Profi gegen Brasilien im Kreise der Mannschaft zurückerwartet wird. Thomas Müller und Mesut Özil werden nicht spielen. Die Angreifer reisten nach dem Spiel gegen Spanien nicht mit dem Rest der Mannschaft in die Hauptstadt. Emre Can verließ kurz nach der Ankunft das Mannschaftsquartier in Berlin. Die Auswechslung Sami Khediras gegen Spanien sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. Der Mann von Juventus Turin wird gegen Brasilien wohl ebenfalls spielen können.

Eine Auszeichnung gab es am Freitag für Joshua Kimmich: Der Profi vom deutschen Rekordmeister Bayern München ist von den Mitgliedern des Fanklubs der deutschen Nationalmannschaft zum „Nationalspieler des Jahres“ 2017 gewählt worden. Kimmich erhielt 45,3 Prozent der abgegebenen 52.761 Stimmen. Er tritt die Nachfolge von Özil an.

(lei/sid)