Lucas Alario: Top-Transfer unter dem Radar

Im Sommer sicherte sich Bayer Leverkusen trotz widriger Umstände die Dienste von Lucas Alario. Der argentinische Stürmer kommt bei den Rheinländern bisher nicht durchweg zum Einsatz. Wenn er spielt, glänzt er aber.

Elfmal durfte sich Alario in der laufenden Bundesliga-Saison beweisen. Dabei gelangen dem Stürmer fünf eigene Treffer sowie eine Torvorlage. Trainer Heiko Herrlich allerdings stellt den 25-Jährigen trotz guter Leistungen nicht automatisch auf. Lediglich fünf seiner Spiele absolvierte Alario über die volle Distanz, sechsmal musste er sich mit befristeten Auftritten zufriedengeben. Drei Partien der Leverkusener musste der Angreifer sogar komplett von der Bank aus verfolgen. Gegen Leipzig (2:2) und Dortmund (1:1) sowie in Stuttgart (2:0) kam Alario, obwohl er fit war, überhaupt nicht zum Einsatz.

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Das Konzept von Übungsleiter Herrlich geht allerdings auf: Bayer steht nach 19 Spieltagen mit 31 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und ist auf dem besten Weg, den europäischen Wettbewerb zu erreichen. Mit 39 Toren stellen die Rheinländer hinter dem FC Bayern (44) die zweitbeste Offensive der Liga. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Mischung: Herrlich verfügt in Leverkusen über schnelle und wendige Angreifer wie Kevin Volland oder Leon Bailey, hat in Alario aber gleichzeitig einen großen, robusten Mann, der als Anspielstation und Abnehmer in der Mitte dient.

Stürmer liefert trotz fehlendem Rhythmus

Eine große Qualität Alarios ist eine, die auf dem Platz nicht sichtbar wird: Der Argentinier ist nicht voll im Rhythmus, da er öfter auf der Bank Platz nehmen muss. Dennoch bleibt der 25-Jährige ruhig und liefert, wenn er gebraucht wird. Bayer hat in Alario einen verlässlichen und torgefährlichen Angreifer gefunden, der nicht nur durch sein Verhalten auf dem Platz großen Anteil am Erfolg hat. Die Leistungen des Angreifers bieten Bayer in der Kombination mit den Auftritten von Volland und Bailey große Chancen auf die internationale Bühne in der kommenden Spielzeit.