Mainz: Donati wartet auf Angebot, Caricol auf dem Zettel

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Längst noch nicht abgeschlossen sind die Personalplanungen beim 1. FSV Mainz 05. Während nach wie vor Rechtsverteidiger Giulio Donati zu den Verkaufskandidaten zählt, haben die Rheinhessen wohl einen Linksverteidiger auf dem Zettel.

Immer wieder war in den vergangenen Wochen über einen Abschied Donatis spekuliert worden, ein passendes Angebot aber hat es noch nicht gegeben. Dabei bestätigte der 28-jährige Italiener, dessen Vertrag in Mainz noch bis 2019 läuft, gegenüber der Mainzer Allgemeinen Zeitung nun selbst, den Markt zu sondieren. Ein Verbleib oder gar eine Verlängerung sei deswegen aber keineswegs ausgeschlossen. „Im Fußball weiß man nie. Wenn ein Angebot kommt, schaue ich mir das an“, sagte Donati. Insbesondere die Premier League reize ihn: „Da würde ich gerne meine Erfahrungen sammeln. Ich liebe den englischen Fußball.“

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Im Anflug soll sich derweil ein anderer Außenverteidiger befinden: Nach spanischen Medienberichten unter anderem des katalanischen Radiosenders RAC1 stehen die Rheinhessen unmittelbar vor der Verpflichtung von Aarón Caricol von Espanyol Barcelona. Zwischen acht und zwölf Millionen Euro soll Mainz für den 21-jährigen Linksverteidiger zahlen, dessen Vertrag bei den Katalanen noch bis 2022 läuft. In der Vorwoche hatte FSV-Trainer Sandro Schwarz bereits bestätigt, dass der Klub noch nach einem Linksverteidiger und einem flexiblen Offensivspieler suche.

Flügelspiel im Fokus

Über die Außenbahnen nämlich will Schwarz künftig vermehrt Druck machen. Dazu hat er im Trainingslager extra eine ausiebige Videositzung abgehalten. „Wir haben uns alle Flügelangriffe, aus denen Tore gefallen sind, im Video angesehen, alle Bundesliga-Tore studiert, die in der Saison 17/18 über die Flügel entstanden sind“, wird der 39-Jährige von der Vereinshomepage zitiert. Jeder Spieler müsse genau wissen, wo die gefährlichen Zonen seien. Die Erkenntnisse seien anschließend ins Training eingeflossen. „Das hat im Training schon ganz gut ausgeschaut mit Flanken, Rückpässen, aber auch im Torabschluss. Da wird am Ende das Ergebnis gemacht, und deshalb muss jeder im Team wissen, wo er hin muss.“

Die nächste Möglichkeit, diese Spielzüge unter Wettkampfbedingungen zu trainieren, haben die Mainzer am Sonntag. Dann steigt ab 13 Uhr der Opel-Cup, bei dem sich die Rheinhessen mit dem AC Florenz und Athletic Bilbao messen. „Es wird noch keine komplette Frische da sein, aber es geht schon in diese Richtung“, versprach Schwarz. „Wir steuern die Trainingseinheiten entsprechend und fahren die Umfänge herunter.“ Das erste Pflichtspiel der Saison steht dann zwei Wochen später an, in der ersten Runde des DFB-Pokals geht es am 18. August zu Erzgebirge Aue.