Mainz gegen Bremen: Das Duell der Geretteten

Der 1. FSV Mainz 05 und der SV Werder Bremen spielten beide lange gegen den Abstieg, haben den Klassenerhalt aber vor dem 34. Bundesliga-Spieltag bereits sicher. Im direkten Duell am Samstag (15.30 Uhr) wollen beide Teams ihren Fans einen positiven Ausklang der laufenden Spielzeit bereiten.

Der FSV hatte sich am vergangenen Wochenende durch einen 2:1-Erfolg beim Champions League-Aspiranten Borussia Dortmund retten können. Die Rheinhessen hatten deutlich länger zittern müssen als die Bremer, konnten sich aber mit einem starken Schlussspurt einen nervenaufreibenden letzten Spieltag ersparen. Die 05er gewannen drei der letzten vier Partien, dabei feierten sie neben dem Sieg in Dortmund auch ein 3:0 gegen RB Leipzig. Und wenn es nach Mainz-Coach Sandro Schwarz ginge, soll das gegen Werder auch so weiter gehen: „Wir wollen an die letzten Wochen anknüpfen und unsere Situation in der Tabelle noch weiter verbessern.“ Die Mainzer stehen derzeit auf Rang 14, die Chancen darauf, noch Plätze gut zu machen, sind allerdings gering. Hannover 96 und eben Bremen haben drei Punkte mehr auf dem Konto und ein um vier respektive neun Treffer besseres Torverhältnis. Trainer Schwarz wird gegen die Hanseaten ohne den frisch am Knie operierten Torhüter René Adler, Suat Serdar (Oberschenkelverletzung), Emil Berggreen (muskuläre Probleme) und Danny Latza (Adduktorenbeschwerden) auskommen müssen.

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Werder war durch die 1:3-Pleite des VfL Wolfsburg gegen den HSV schon am 32. Spieltag gerettet gewesen. Die Grün-Weißen stehen derzeit auf Rang zwölf und haben neun Zähler Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Zum Amtsantritt von Trainer Florian Kohfeldt hatte das noch ganz anders ausgesehen: Anfang November waren die Bremer Tabellen-17. und hatten fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Auch nach dem Hinspiel in Mainz (2:2) kurz vor Weihnachten waren die Norddeutschen noch akut abstiegsgefährdet. „Ich bin froh, dass beide Mannschaften nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und dass für beide Teams nichts mehr auf dem Spiel steht“, sagte Kohfeldt. „Das sah im Dezember am letzten Spieltag der Hinrunde noch ganz anders aus.“ Zum Abschluss der Saison soll nochmal ein Heimsieg her, denn Werder blieb in den vergangenen fünf Partien sieglos. Der Bremer Übungsleiter muss bei diesem Vorhaben auf Innenverteidiger Miloš Veljković (Schlag auf den Fuß) verzichten. Die beiden Defensivspieler Ludwig Augustinsson und Niklas Moisander, die zuletzt gefehlt hatten, sind dagegen voraussichtlich wieder einsatzbereit.

1. FSV Mainz 05: Müller – Brosinski, Bell, Hack, Diallo – de Jong – Gbamin, Baku – Öztunali, De Blasis – Mutō

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson – Bargfrede – Eggestein, Delaney – Rashica, Kainz – Kruse

Für beide Mannschaften hat die letzte Partie der laufenden Spielzeit sportlich gesehen eigentlich keinen Wert mehr. Es geht einzig und allein darum, welches der Teams sich mit einem Erfolgserlebnis in den Sommerurlaub verabschiedet.