Mainz gegen Freiburg: Spiel der großen Chancen

Der 1. FSV Mainz 05 und der SC Freiburg schließen am Montagabend (20.30 Uhr) den 30. Bundesliga-Spieltag ab. Die beiden Vereine sind derzeit die heißesten Anwärter auf den Relegationsrang. Im direkten Duell werden die Mainzer die Gelegenheit haben, diesen an den Konkurrenten abzugeben.

Der FSV hat mit 27 Punkten drei Zähler Rückstand auf Freiburg und damit zum rettenden Ufer. Dank des besseren Torverhältnisses könnten die Rheinhessen mit einem Sieg an den Badenern vorbeiziehen und sich auf den 15. Rang schieben. Großes Selbstvertrauen konnten die 05er in den vergangenen Wochen nicht sammeln. Seit sechs Spielen ist die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz sieglos. An den letzten beiden Spieltagen lieferten die Mainzer bei Borussia Mönchengladbach (0:0) und gegen den 1. FC Köln (1:1) allerdings gute Vorstellungen ab. Extrem angespannt ist die Personalsituation des Teams. Rechtsverteidiger Giulio Donati wird gelb-rot-gesperrt fehlen. Mit Alexander Hack, Niko Bungert, Stefan Bell und Leon Balogun sind vier Innenverteidiger fraglich. Dazu stehen auch die Einsätze der Offensivspieler Alexandru Maxim, Yoshinori Mutō und Emil Berggreen auf der Kippe. „Notfalls greifen wir auf Jungs aus der U23 zurück. Es gehört aber dazu, auch diese Prüfung zu meistern“, sagte Übungsleiter Schwarz.

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Der SC Freiburg ist ebenfalls seit sechs Partien ohne Erfolgserlebnis und ging in den letzten drei Spielen als Verlierer vom Platz. Die Breisgauer sind durch die schwachen vergangenen Wochen wieder tiefer in den Abstiegskampf gerutscht. Noch am 23. Spieltag stand der SC auf dem zwölften Tabellenplatz. Auch Trainer Christian Streich macht sich Gedanken über die Talfahrt seiner Mannschaft. „Wir müssen mental so frisch sein, dass wir am Montag in einen Kampf gehen und Mainz Paroli und die Stirn bieten können“, forderte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz. Im Falle eines Sieges könnten die Süddeutschen nicht nur Mainz auf dem Relegationsrang auf sechs Punkte distanzieren, sondern auch den Vorsprung vor dem HSV auf elf Zähler ausbauen. Damit wäre ein direkter Abstieg bei noch vier ausstehenden Spielen extrem unwahrscheinlich. Ausfallen werden möglicherweise die angeschlagenen Robin Koch und Nicolas Höfler. Dafür ist Winter-Neuzugang Lucas Höler wieder einsatzbereit.

1. FSV Mainz 05: Adler – Brosinski, Gbamin, Diallo, Holtmann – de Jong – Serdar, Latza – Quaison, De Blasis – Berggreen

SC Freiburg: Schwolow – Kübler, Gulde, Söyüncü, Günter – Sierro, Höfler – Höler, Haberer – Kleindienst – Petersen

Für beide Mannschaften ist es ein Spiel der großen Chancen. Der FSV kann die Freiburger mit einem Sieg überholen und den Relegationsplatz an die Badener abgeben. Der SC wiederum könnte den Vorsprung vor Mainz auf sechs Punkte ausbauen und dem Klassenerhalt einen großen Schritt entgegen treten.