Mainzer Spieler wenden sich an die Fans

Das 2:4 in Hoffenheim war bereits die vierte Mainzer Niederlage in Folge. Neben dem enttäuschenden Resultat kam es zu einem Konflikt mit den Fans, den Schmähgesänge während der Partie auslösten.

Das Resultat der Äußerungen: Die Verantwortlichen der Rheinhessen untersagten den nach Abpfiff eigentlich üblichen Weg in die Kurve. Am Sonntag äußerte sich die Mannschaft via eines offenen Briefes an die Fans. Dass diese nach den Darbietungen der letzten Wochen frustriert seien, „können wir sehr gut verstehen“, heißt es im Schreiben. „Im Spiel bei der TSG Hoffenheim sind uns allerdings in der zweiten Halbzeit nach dem Rückstand, sogar noch nach unserem Anschlusstreffer zum 2:3, einer Phase, in der wir mit aller Macht um wenigstens einen Punkt gekämpft haben, aus unserem eigenen Fanblock nur noch ironische Gesänge und Gesänge, die wir als Spott aufgefasst haben, entgegengeschlagen.“

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Diese haben das Team „sehr irritiert und enttäuscht. Deshalb haben wir uns gestern dafür entschieden, nicht zu euch in die Kurve zu gehen.“ Die Mannschaft verstehe, „dass einigen von euch diese Entscheidung nicht gefallen hat. Aber wir wollten deutlich machen, dass uns Hohn und Spott nicht ans gemeinsame Ziel bringen“, gaben die Spieler Einblick in die „gemeinsam“ getroffene Entscheidung.

Stimmungsumschwung für Klassenerhalt nötig

Sicher ist, dass Mainz schleunigst die Kehrtwende schaffen muss, um den Abstieg zu verhindern. Trainer Sandro Schwarz ist sich sicher: „Mit so einer Stimmungslage, wie wir sie haben, wird es nicht funktionieren.“ Und auch Sportvorstand Rouven Schröder forderte nach Abpfiff: „Wir müssen enger zusammenrücken.“ Aktuell stehen die Rheinhessen mit 20 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Das rettende Ufer ist drei Zähler entfernt.