Meyer auf dem Sprung zu Crystal Palace

Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

U21-Europameister Max Meyer steht kurz vor einem Wechsel zum englischen Premier League-Klub Crystal Palace. Der 22-Jährige soll noch am Dienstag den Medizincheck in London absolvieren.

Einen entsprechenden Bericht des Guardian bestätigte Sportvorstand Christian Heidel im Schalker Trainingslager in Mittersill. „Es ist ganz normal, dass der Klub uns kontaktiert hat. Es hängt mit der Ausbildung des Spielers zusammen. Rückwirkend bekommen wir dann eine Zahlung. Ich glaube Max macht jetzt gerade den Medizincheck“, wird der Verantwortliche von Sky Sport News HD zitiert. „Ich meine es wirklich ehrlich: Ich freue mich für Max, dass er einen Klub gefunden hat.“

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Meyer war im Streit von seinem Stammklub geschieden, seit dem 1. Juli ist der hoch veranlagte Offensivspieler vereinslos. Zuletzt hielt sich Meyer in einem Trainingscamp in Griechenland fit, veranstaltet von Meyers Beraterfirma um Roger Wittmann. Die Gestaltung seines Sommers 2018 hatte sich der vielseitige Mittelfeldspieler im vergangenen Jahr wohl anders vorgestellt. Mit der U21-Nationalmannschaft gewann er 2017 den EM-Titel, bei Schalke fand er unter Trainer Domenico Tedesco seine (neue) Position als Sechser. Eine Teilnahme an der WM in Russland schien möglich.

Mobbing-Vorwürfe, Weltklasse-Spieler & Co.

Doch es kam anders. Schalke und Meyer konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Meyer bestritt, dass es ihm um das Gehalt gegangen sei. Stattdessen erhob er Mobbing-Vorwürfe gegen Sportvorstand Heidel. Der Verein reagierte mit einer Suspendierung in der Endphase der vergangenen Saison. Danach kam es noch zu einem Disput zwischen Wittman und Heidel. „Ich rede von dem Weltklasse-Spieler Max Meyer, der in jeder europäischen Spitzenmannschaft Stammspieler sein wird und aller Voraussicht nach zur Weltmeisterschaft nach Russland fährt. Wenn wir von dem gleichen Spieler sprechen, kannst du mir ein Angebot schicken. Sprechen wir von unterschiedlichen Spielern, brauchst du mir kein Angebot zu schicken“, soll Wittmann laut Heidel gesagt haben.

(cbe/sid)