Müller und Lewandowski lassen Bayern jubeln

Der FC Bayern München hat gegen Werder Bremen einen 4:2 (1:1)-Heimsieg eingefahren. Die Norddeutschen zeigten einen starken Auftritt und hielten lange gut mit, konnten die Offensive der Münchner um Robert Lewandowski, Thomas Müller und James Rodríguez letztlich allerdings nicht lange genug bremsen.

Gemessen am 3:1-Sieg in Leverkusen veränderte Bayern-Trainer Jupp Heynckes seine Mannschaft auf drei Positionen: Lewandowski, der seine Patellasehnenprobleme überwunden hat, Juan Bernat und Joshua Kimmich begannen für Arturo Vidal, David Alaba (Magen-Darm-Infekt) und Rafinha. Auch Bremens Coach Florian Kohfeldt brachte im Vergleich zum 1:1 gegen Hoffenheim drei Neue: Robert Bauer, Thomas Delaney (nach überstandenen muskulären Problemen) und Jérôme Gondorf ersetzten Theodor Gebre Selassie, Florian Kainz und Ishak Belfodil.

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Die Gäste starteten mutig in die Partie, erstmals gefährlich wurde es allerdings nach einer Offensivaktion der Münchner. Franck Ribéry brachte den Ball in die Mitte, fand dort aber keinen Abnehmer (5.). Bremen antwortete mit einer Riesenchance durch Max Kruse. Nach einer Flanke von Ludwig Augustinsson köpfte der Stürmer an den Außenpfosten (7.). In der Folgezeit zog Bayern das Tempo merklich an und kam zu einigen Abschlüssen. Zwingend wurde es allerdings nicht. Erst nach gut 20 Minuten konnten sich die Gäste wieder etwas befreien.

Nachdem Zlatko Junuzović mit seinem Versuch noch knapp scheiterte (23.), brachte Gondorf Bremen Mitte der ersten Hälfte in Führung: Bedient von Kruse spitzelte der Mittelfeldmann den Ball durch die Beine von Sven Ulreich in die Maschen (25.). In der Folge probierte der Rekordmeister vermehrt, den Druck zu erhöhen. Im vorderen Drittel jedoch fehlte den Münchnern die letzte Konsequenz. Kurz vor der Halbzeit schlug die Heimelf aber zu: Jérôme Boateng bediente Müller mit einem langen Diagonalball. Im Sechzehner setzte sich der Nationalspieler durch und vollendete ohne Kompromisse zum 1:1-Ausgleich (41.).

Bayerns Offensive für Bremen letztlich zu stark

Der Rekordmeister startete engagiert in die zweite Hälfte und kam bereits nach wenigen Minuten zu einer aussichtsreichen Gelegenheit: Nach einem Ballverlust von Gondorf schaltete Müller schnell um und versuchte, Arjen Robben in der Mitte in Szene zu setzen. Das Anspiel des Stürmer misslang, sodass der Niederländer den Ball nicht kontrollieren konnte (50.). Bremen machte da weiter, wo es vor dem Pausenpfiff aufgehört hatte und agierte weiterhin mutig. Zu einem Abschluss kam Gondorf, doch Boateng hatte beim Lupfer des Torschützen ein Bein dazwischen (56.).

Gefährlicher wurde es, als Lewandowski nach einem Konter über James aus zehn Metern zum Abschluss kam. Der Stürmer nahm die Flanke des Kolumbianers direkt und verfehlte das Tor nur knapp (57.). Die Gastgeber erspielten sich nun mehrere Großchancen. Erst scheiterte Vidal noch an Jiri Pavlenka (62.), dann allerdings brachte Lewandowski den Rekordmeister nach einer Ecke von James mit dem Kopf in Führung (63.). Der Mittelstürmer ließ Pavlenka bei seinem wuchtigen Abschluss keine Chance, Delaney war zuvor nicht in den Zweikampf gekommen.

Die Gäste ließen sich nicht schocken und kamen ihrerseits durch Gebre Selassie zu einer guten Kopfballmöglichkeit. Nur knapp verpasste der Tscheche den Ausgleich (65.). In der Schlussphase ging es hoch her: Erst kamen Lewandowski und Ribéry zu einer Doppelchance (69.), dann stellte Bremen durch ein Eigentor von Niklas Süle auf 2:2. Der Innenverteidiger lenkte den Ball nach einer Ecke ins eigene Netz (75.). Bayern schüttelte sich kurz und ging nach nur einer Minute wieder in Führung. Erneut war es Lewandowski, der mit dem Kopf das 3:2 erzielte (76.). Auf der anderen Seite hielt Ulreich den Vorsprung gegen Junuzović fest (80.). Für die Entscheidung sorgte Müller: James chippte den Ball aus dem Stand perfekt in den Lauf des Stürmers, der sicher einschob (84.).