Musterprofi Thomas Kraft

Aufgrund der Verletzung von Rune Jarstein stand bei Hertha BSC in den vergangenen beiden Spielen wieder einmal Thomas Kraft zwischen den Pfosten. Der einstige Bayern-Torwart ist eine tragende Säule im Berliner Team und macht sich insgeheim vielleicht Hoffnungen auf einen Stammplatz.

Eine Diskussion um die Torwartposition gab es bei Hertha BSC seit fast zwei Jahren nicht mehr. In der Saison 2015/16 nutzte Jarstein die Verletzung des damaligen Stammtorhüters Kraft, um sich den Platz zu sichern. Im darauffolgenden Sommer bestätigte Jarstein seine Position in einem offenen Torwartduell. Nach seiner Degradierung kokettierte Kraft angeblich mit einem Wechsel, entschloss sich aber nach einiger Zeit, seine neue Rolle als Nummer zwei anzunehmen. Seitdem hat er sich zu einem idealen Ersatztorwart entwickelt und wird von Trainer Pál Dárdai bei nahezu jeder Gelegenheit gelobt.

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Professionell, bescheiden, verlässlich – Kraft verkörpert die Ideale, die sich jeder Klub für einen Mann in der zweiten Reihe wünscht. Deshalb genießt der 29-Jährige im Verein eine große Wertschätzung und gilt als wichtiger Bestandteil des Mannschaftsgefüges. Mit seiner Berufung zum „Europa League-Torwart“ machte Dárdai zu Saisonbeginn deutlich, dass er ihn auch weiterhin als bedeutsamen sportlichen Faktor sieht.

Sowohl auf internationalem Parkett als auch als Jarstein-Vertreter in der Bundesliga gab Kraft in dieser Saison eine sehr gute Figur ab. Der gebürtige Siegerländer zeigte eine Reihe von starken Paraden und leistete sich kaum Unsicherheiten. Ein erneuter Kampf um den Stammplatz im Tor scheint ob dieser Leistungen nicht völlig ausgeschlossen. Allerdings deutet aktuell wenig darauf hin, dass Dárdai bereit ist, mitten in der Saison ein Duell zuzulassen, schließlich befindet sich Jarstein bereits auf dem Weg der Besserung.